Fredi Jirkal begeisterte das Publikum in der Kammerbühne

Veröffentlicht von ottenschlag am

In der Waldviertler Kammerbühne stand ein weiterer bekannter Kabarettist – diesmal mit einem „Best of“-Programm – auf der Bühne und witzelte sich in die Herzen der Zuhörer. Fredi Jirkal brachte am 17. November das Beste aus seinen vielen bisherigen Programmen, aber auch manchmal Neues, auf die Kammerbühne. Es waren in erster Linie die „Geschichten, die das Leben schreibt“ – authentisch und mit irrsinniger Spielfreude erzählt.

Er begann mit skurrilen Begebenheiten im Flugzeug, mit den für ihn ungewohnten ländlichen Verhaltensweisen in seiner Wahlheimat Weinviertel und Erzählungen aus seiner Schulzeit. Es folgten die amüsanten Dialoge mit seiner dümmlichen Nachbarin sowie mit seiner Frau. Auch das originelle Gewürz-Gedicht durfte nicht fehlen. Und schließlich kamen die besten Pointen aus Jirkals erstem Solo-Programm „Mei Rayon – ein Postlerleben“, in dem er aus seinen jahrelangen Berufs-Erfahrungen als Briefträger in seiner Geburtsstadt Wien ausplauderte.

Noch mehr zu lachen gab es nach der Pause. Vor allem die Episode bei seinem chinesischen Arzt aus dem Programm „Wechseljahre“ war unglaublich witzig, aber auch der Rückblick auf seine Kindheit und die seiner Tochter mit den unterschiedlichen Lebensbedingungen. Weiter ging es mit den Highlights aus dem Programm „Der Heimwerkerprofi“, das er schon 2019 in Ottenschlag – damals in der Aula der Mittelschule – gespielt hatte, und aus „Two and a Houseman“.

Es war ein äußerst unterhaltsamer Abend, für den der sehr sympathische und unkomplizierte Vollbluthumorist sorgte. Er hätte sich zwar mehr Publikum verdient, doch diejenigen, die da waren, konnte er mit seinem Schmäh begeistern. Einziger Wermutstropfen war das immer wiederkehrende peinliche Einbeziehen eines Gastes in der ersten Reihe.

Text und Foto: Reinhard Hofbauer / NÖN

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Fredi Jirkal und Mitglieder des Kammerbühne-Teams (v. l.): Martin und Monika Lagler, Michael Mittermeir, Brigitte Danzinger, Andreas Hütter.   

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