Doppel Gansch Plus in der Kammerbühne Ottenschlag
Zwei Virtuosen auf ihren speziellen Instrumenten und eine starke Frau am Mikrofon boten in der Waldviertler Kammerbühne ein spezielles Programm, welches das Publikum begeisterte.

Die Finger rasten so pfeilschnell über die Ventile seiner Trompete, dass man mit den Augen fast nicht folgen konnte. Dazu erzeugte er auf seinen von Schagerl für ihn eigens gefertigten Instrumenten Töne von großer Präsenz und Höhe. Thomas Gansch präsentiere sich als Spitzenkönner seines Fachs. Als kongenialer Partner sorgte an diesem Abend Georg Breinschmid für die richtigen Töne. Erstaunlich war, wie dieser seinen Kontrabass als Streich-, Zupf- und Schlaginstrument in besonderer Form nutzte.
Das Trio perfekt machte an diesem Abend Theresia Gansch, die sich selbst als starke Frau hinter dem erfolgreichen Mann bezeichnete. In launiger Art informierte sie das Publikum über des Zusammenleben in der Familie Gansch und die Eigenarten der Beziehung zu einem international tätigen Startrompeter. Im Kontrast zum sonstigen musikalischen Programm sang die studierte Schauspielerin – Frau Magistra – gemeinsam mit ihrem Mann einige Wienerlieder.
„Wir hatten heute gleichzeitig eine Premiere und eine Dernière, denn in dieser Formation werden wir nicht so schnell wieder zu hören sein“, ergänzte Thomas Gansch. Diese besondere Konstellation war durch die Absage von Paul Schuberth entstanden.
Foto und Text: Dieter Holzer / NÖN
Nach dem Auftritt trafen sich auf der Bühne v.l: Kulturinitiative-Obfrau Alexandra Jäger, Theresia und Thomas Gansch, Monika Lagler und Georg Breinschmid.