Glanzstücke der Vierkanter in der Kammerbühne

Veröffentlicht von ottenschlag am

Das Beste aus nahezu drei Jahrzehnten A-Cappella-Kabarett präsentierte das Mostviertler Gesangsquartett bei ihrer Vorpremiere mit einem musikalischen Feuerwerk voller Charme und Witz.

Was 1997 mit Gesangsexperimenten und Wortspielen begann, hat sich zu einer einzigartigen Mischung aus mehrstimmigem Gesang und Kabarett entwickelt. Nun haben die vier brillanten Sänger viele ihrer Highlights aus zehn Programmen gemeinsam mit neuen Überraschungen in dieses Best Of unter dem Titel „Glanzstücke“ zusammengefügt. Es war nicht ihr erster Auftritt in Ottenschlag, und dementsprechend war diese Vorpremiere schon seit Monaten ausverkauft.

Die Lieder sind fast ausschließlich Cover-Versionen bekannter Songs mit witzigem deutschem Text, den die vier Freunde gemeinsam verfassen. Die Hauptstimme wird abwechselnd von Stefan Rußmayr, Leo Röcklinger und Alois Röcklinger gesungen, und die jeweils anderen Sänger ergänzen sie chorisch und im passenden Rhythmus. Dazu kommt die sensationelle Vocal Percussion (Imitation von Bass und Schlagzeug mit der Stimme) von Martin Pfeiffer. Auch bei den amüsanten Moderationen oder Dialogen zwischen den Songs wechseln sich die vier ab.

Schon der Auftakt mit ihrem Hit „Radar“ nach Henry Valentinos „Im Wagen vor mir“ sorgte für beste Stimmung. Stefan Rußmayr stellte fest: „Dass sich vier Typen treffen und so lange miteinander auf der Bühne stehen, ist schon ein Glückstreffer!“ Darauf folgten ihre speziellen Gedanken zum Lotto. Weitere Themen waren Förderungen, Haustiere und gesunde Ernährung – diese musikalisch umgesetzt mit ihrem Erfolgstitel „Paprika“ nach Karel Gotts „Babicka“. Die schwierige Liedauswahl für ein Best Of und die Frage „Was sind die Glanzstücke?“ lösten die Vierkanter pragmatisch durch ein Medley mit Ausschnitten aus vielen ihrer Hits – darunter der Ohrwurm „Zalando“.

Der zweite Teil wurde eröffnet mit dem Superhit „Das verrückte Radio“. Leo Röcklinger erzählte: „Es ist bei uns schon 1996 losgegangen. Wir haben Hits der damaligen Zeit umgetextet.“ Daher ging es dann Schlag auf Schlag mit erfolgreichen Cover-Versionen wie Peter Alexanders „Die süßesten Früchte“, Paul Youngs “Love of the common people“ und „I mecht so gern Ant’n“ nach dem Original von Maria Bill. Genial war das Tanz-Medley mit einem Mix aus Pop- und Disco-Klassikern, bei dem das Publikum begeistert mitmachte.

Den offiziellen Schlusspunkt setzte ein Hit, auf den Fans schon gewartet hatten: „Das ewige Kreuz“ nach Elton Johns „Circle of life“. Für die Zugabe kündigte Martin Pfeiffer einen besonderen Titel an: „Das Beste“ mit dem Originaltext der Band Silbermond in der ersten Strophe und dem Schlusssatz: „Wir sind froh, dass es euch gibt!“ Wieder einmal wurde in der Kammerbühne eine großartige Show mit hochkarätigen Künstlern geboten.  

Bericht und Fotos: Reinhard Hofbauer (NÖN)

Nach dem Auftritt der Vierkanter: Leo und Alois Röcklinger, Stefan Rußmayr und Martin Pfeiffer (v. l.) mit Karina Mittermeir und Alexandra Jäger vom Kammerbühne-Team.   

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