Poesie und Musik in der Kammerbühne

Veröffentlicht von ottenschlag am

Die Kammerbühne lud zur Präsentation des neuen Lyrikbandes von Nora Sophie Aigner in Kombination mit einem Konzert von „Alex & Friends“.

Die Initiative für diesen gelungenen und stimmungsvollen Abend kam von Obfrau Alexandra Jäger, die mit ihrer Band „Alex & Friends“ die Lesung musikalisch umrahmte. Nora Sophie Aigner aus Martinsberg bzw. Wien veröffentlichte in ihrem zweiten Lyrikband Gedichte, die sie meistens im Zug zu Therapien für ihre Erkrankung, dem Eagle-Syndrom, und in Wartezimmern von Ärzten geschrieben hatte.

Sie entführte damit die mehr als 70 Besucher – darunter einige ehemalige Lehrer und Therapeuten – „in eine kleine Traumwelt“, wie sie eingangs verkündete. Im Publikum war auch eine frühere Studienkollegin, die ihr „Sprachrohr“ war, als sie nicht sprechen konnte, und ihr damit die Fortsetzung des Studiums ermöglichte.

Der Buchtitel „… weil ich jeden Morgen an dich denke“ beantworte laut Nora die Frage: „Warum gibst du nicht auf?“ Ein besonders berührendes Gedicht hatte sie für einen Arzt geschrieben, der sie bei ihrer schweren Krankheit lange begleitet hatte und sie – im Unterschied zu manchen anderen Ärzten – nicht aufgegeben hatte. Ihre Poesie hinterließ einen tiefen Eindruck bei den Zuhörern, und das Buch fand nach dem Konzert reißenden Absatz.

Ebenso begeistert waren die Gäste von Sängerin Alexandra Jäger und ihrer Lehrerband mit Bassist und Sänger Franz Schierhuber, Keyboarder Michael Koch, Schlagzeuger Philipp Rampetsreiter und „Noras Lieblings-Gitarrist“ Gernot Hochstöger, der auch einige ihrer Gedichte musikalisch untermalte. Die Band bot überwiegend einfühlsame Pop-Songs, die gut zu Noras Texten passten, wie „You’re still the one“, „Every breath you take“, „Time after time“ und „Wonderful tonight“ sowie das schwungvollere “When you’re gone“. Insgesamt war das wieder eine exzellente Veranstaltung der Kammerbühne.

Bericht und Foto: Reinhard Hofbauer (NÖN)

Sie begeisterten das Publikum in der Kammerbühne: Nora Sophie Aigner und Alexandra Jäger mit ihren „Friends“ Philipp Rampetsreiter, Franz Schierhuber, Gernot Hochstöger und Michael Koch (v. l.).      

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