Kernlandprojekt DAVNE

Veröffentlicht von ottenschlag am

Kernland präsentiert neues Projekt DAVNE – ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe

Das Waldviertler Kernland lud zur Informationsveranstaltung ihres aktuellen Projekts DAVNE am 18. Jänner ins Café Einseidl. DAVNE bedeutet Digitale & Analoge Vernetzung Nachbarschaftlichen Engagements – mit anderen Worten: freiwillige Nachbarschaftshilfe für ältere Menschen. 25 Interessierte – großteils aus Ottenschlag – waren der Einladung von Koordinatorin Patricia Keller und der Bürgermeister von Ottenschlag und Kirchschlag – Paul Kirchberger und Christina Martin – gefolgt.

Kernland-Geschäftsführerin Doris Maurer erläuterte die Prinzipien dieses neuartigen Angebots der 14 Kernland-Gemeinden. Es handelt sich dabei um Nachbarschaftshilfe mit Unterstützung durch ehrenamtliche Mitarbeiter aus der Gemeinde oder Nachbargemeinde. „Ältere Leute haben oft eine Scheu, jemanden um Hilfe zu bitten. DAVNE versteht sich als neutrale, offizielle Stelle zwischen Hilfsbedürftigen und Helfern.“ Der Kontakt komme zustande durch einen Anruf der Hilfsbedürftigen bei den DAVNE-Koordinatorinnen Patricia Keller oder Isabella Schwarz, die dann bei den registrierten Helfern – vorrangig Personen in der Nähe – nachfragen, ob sie zu diesem Termin Zeit hätten.

Das Angebot an Hilfsleistungen ist vielfältig: Mobilität (Fahr- und Bringdienste, Einkaufservice, Medikamentenservice, usw.), soziales Miteinander (Besuchsdienste, Spielenachmittage, Handarbeiten in Gesellschaft, …), Sport & Fitness (Spaziergehdienste, gemeinsames Turnen, …) und Digitalisierung (Erklärung des Smartphones, Recherche im Internet, …).

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter können bereits auf dem Anmelde-Formblatt zur Erhebung ihrer persönlichen Daten bekanntgeben, welche Art von den genannten Diensten sie übernehmen wollen, wieviel Zeit sie pro Woche einsetzen möchten bzw. an welchen Wochentagen sie zur Verfügung stehen. Letztendlich können sie nach einem Anruf der Koordinatorinnen entscheiden, ob sie einen bestimmten Dienst annehmen, denn alles ist freiwillig – ohne Vertrag und vorgeschriebene Dienstzeiten.

Bei einem Dienst sind die ehrenamtlichen Mitarbeiter unfall- und haftpflichtversichert und erhalten für Fahrten das amtliche Kilometergeld. Sie erbringen aber keine Pflegedienste sowie keine hauswirtschaftlichen Dienste. Derzeit wird eine App entwickelt, über die dann alles online erfolgen kann. Vor Ort meldeten sich bereits 12 ehrenamtliche Helfer für die Nachbarschaftshilfe an.

Patricia Keller informierte noch kurz über den zweiten Schwerpunkt des DAVNE-Projekts, den sie übernommen hatte: das Sichtbarmachen der Ressourcen und Vernetzung der Generationen. Viele ältere Personen verfügen über Wissen und Fähigkeiten, die anderen fehlen. Diese Talente werden erhoben, auf der Plattform dargestellt und so auch anderen Generationen zugänglich. Das Projekt ist erst in der Erhebungs-Phase und wird im Frühjahr veröffentlicht.

Text und Foto: Reinhard Hofbauer / NÖN

Foto:

Kernland-Geschäftsführerin Doris Maurer (2. v. l.) und DAVNE-Koordinatorin Patricia Keller mit den Bürgermeistern Paul Kirchberger und Christina Martin.

Kategorien: Allgemein

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