Kindertheater „Pinocchio“

Veröffentlicht von ottenschlag am

Theater begeisterte bei drei Vorstellungen viele Kinder.

Die Organisation der drei Aufführungen am 4. und 5. März in der Kammerbühne stand anfangs unter keinem guten Stern. Ursprünglich war „Pippi Langstrumpf“ geplant, doch wegen einer Erkrankung der Hauptdarstellerin bot das dafür engagierte Theater Tabor das Stück „Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ an. Am Vortag der ersten Aufführung erreichte Intendant Michael Mittermeir jedoch die Hiobsbotschaft, dass das Ensemble wegen einer Corona-Infektion nicht spielen konnte. In dieser misslichen Lage fand er Hilfe beim Kabarett Niedermair, welches ihm die junge Wiener Schauspielerin Sophie Berger mit ihrem Kinderprogramm „Pinocchio“ vermittelte, die auch beim Kultur4kids-Podcast zu hören ist.

Ihr kurzfristiges Engagement erwies sich aber als Volltreffer. In dem knapp einstündigen Stück von Holger Schober spielte sie nicht nur die lebende Holzpuppe Pinocchio und deren Papa, den Tischlermeister Gepetto, sondern schlüpfte auch blitzschnell in etliche weitere Rollen. Beeindruckend war, wie sie diese mit unterschiedlichen Stimmlagen und vollem Körpereinsatz ausdrückte. Verkörpert wurden die Personen und Tiere der Handlung durch einfachste Requisiten wie Werkzeuge und Holzklötze oder durch einen sprechenden Hut und eine Weste für Papa Gepetto. Dazu bot Sophie Berger auch witzige Pointen und fügte gekonnt kurze Passagen bekannter Lieder ein.

Bereits vor der fast ausgebuchten öffentlichen Vorstellung am Samstagnachmittag waren am Freitag bei zwei Vorstellungen etwa 200 Kinder von den Volksschulen Bad Traunstein, Grafenschlag, Kirchschlag-Ottenschlag, Kottes und Sallingberg zu Gast. Die Kinder waren mit Begeisterung dabei, und auch die Rückmeldungen der begleitenden Lehrerinnen waren äußerst positiv.   

Bild:

Kammerbühne-Intendant Michael Mittermeir (r.) und Robert Braunsteiner mit Schauspielerin Sophie Berger, die „Pinocchio“ sowie u. a. auch „Papa Gepetto“ (mit Hut und Weste) spielte. Bei der Vorstellung waren die Kinder Johanna Erian, Simone Fitzal, Jonas Führer, Karolin Höbart, Valerie Zissler, Valerie und Fabian Pilz (v. l.).  

Text und Foto: Reinhard Hofbauer

Kategorien: Allgemein

familienfreindliche-region
abstand