Die
Pfarrkirche
zum Hl. Jakob
1340 wurde Ottenschlag zu einer eigene Pfarre.
Die dem Hl. Hippolyt geweihte Pfarrkirche, die 1544 zum
ersten Mal gemeinsam mit der Einsetzung des Pfarrers
erwähnt wurde, lag außerhalb des
Marktes auf dem so genannten Pöltenberge. Wegen Baufälligkeit wurde 1744 der Gottesdienst
in dieser Kirche eingestellt. Das Presbyterium wurde 1870 als Friedhofskapelle benützt,
nachdem an Stelle der alten Kirche der Gottesacker angelegt worden war.
Im 15 Jahrhundert soll die Jakobskirche im Markt entstanden sein - die
Hauptmauern stammen aus dem Jahre 1490.
1566 ließ nach einem Brand der Schlossbesitzer Melchior von Hohberg die
Kirche um einen dreiseitigen Chor erweitern.
Um 1600 wurde über der Sakristei ein Oratorium angefügt.
Spitzbogengewölbe mit Stuckornamenten und einfache Fenster werden ebenfalls errichtet.
1696 brannte die Kirche abermals ab, worauf die Kirche teilweise umgebaut
wurde.
1908 wurde das Dach der Kirche erneuert.
1911 schmolzen bei einem Brand die Glocken. Bei den notwendigen
Baumaßnahmen wurden die 3 Altäre renoviert, der Turm erhöht und ein spitzes Kupferdach
errichtet.
1975/76 wurde die Kirche innen und außen renoviert.
Die Orgel wurde 1986/87 durch den Orgelbaumeister
Hartwig Späth errichtet. In das Eichengehäuse wurden 15 klingende Register eingebaut.
Der Hochaltar stammt wie die Seitenaltäre aus der
Barockisierungsphase nach 1696.
Im Jahre 1911 erfolgten Umbauarbeiten.
Das Hauptbild zeigt den verherrlichten Kirchenpatron Jakobus.
Der säulengegliederte Altartisch und der Tabernakel stammen aus dem Jahre 1911.
Der rechte Seitenaltar zeigt in der Mittelnische eine Herz-Jesu-Statue.
Der linke Mittelaltar trägt als Mittelpunkt eine spätgotische, barock
überarbeitet Figur der Muttergottes mit dem Jesukind.
Die an der Nordwand angebrachte Kanzel besteht aus
marmoriertem Holz und entstand um 1830, wobei Elemente aus dem 17 Jh. (Kanzeldach)
verwendet wurden. Der Kanzel gegenüber befindet sich eine Kreuzigungsdarstelllung aus dem Beginn des 18
Jh. .Im Langhaus stehen weitere Barockfiguren
wie der
Hl. Florian und die Hl. Apollonia.
Ebenfalls sehenswert sind 2 Grabsteine aus rotem Marmor, die
ursprünglich in der Hippolytkirche lagen.
Die Kreuzwegbilder an der Brüstung der Orgelempore stammen
wahrscheinlich aus dem Jahr 1900.

Text: Broschüre 900 Jahre Ottenschlag von der Musikhauptschule
Ottenschlag
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