Zwillinge
21. Mai - 20. Juni
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Die Zwillingsfrau
Sie ist ein ganzer Harem. Zehn
Frauen könnten es kaum mit ihrer Virtuosität aufnehmen. Wie bei
einem Flaschengeist erscheint jedes Mal, wenn man sie ruft, ein ganz
anderes rätselhaftes, entzückendes, verführerisches Wesen.
Sie vermag fast jeden zu fesseln,
denn sie ist eine hinreißende, geistreiche, herausfordernde
Gesprächspartnerin. Sie hört auch anteilnehmend zu und zeigt
Interesse an den Problemen des andern. Wer ihr seine Wünsche,
Hoffnungen und Befürchtungen anvertraut, findet ein williges Ohr und
bleibt nie ohne Antwort. Andere mögen sich scheuen, anderer Leute
Probleme zu lösen, weil sie nicht anmaßend erscheinen wollen. Nicht
so die Zwillingsgeborenen. Sie lieben es, Lebenslagen zu analysieren
und Ratschläge zu geben.
Sie schließen leicht
Freundschaft, sind aber an einer dauerhaften, Anforderungen
stellenden Beziehung gewöhnlich nicht interessiert, wenden jedoch
viel Zeit und Mühe auf, um ihre Freunde zu erfreuen. Man kann sich
auf ihre Geburtstagsglückwünsche, Telefonanrufe und raschen
Komplimente verlassen. Sie tragen für jeden Freund das Herz auf den
Händen, so dass man es sehen kann - besitzen kann es jedoch keiner.
Die Zwillingsfrau möchte beliebt
sein, obwohl sie nicht unbedingt alle und jeden liebt. Im Grunde
verübelt sie es, wenn man ihr allzu viel Zeit stiehlt oder ihr
weiterhin ein Problem aufbürdet, das sie längst zu ihrer eigenen
Zufriedenheit gelöst hat. Sie sucht fortwährend ein Ventil für ihre
überströmende Tatkraft und Überschwänglichkeit. Sie handelt spontan,
ohne das Für und Wider zu überlegen, und trifft schnelle
Entscheidungen. Sie verlässt sich mehr auf ihre Reflexe als auf ihr
Urteil.
Es fällt ihr ziemlich schwer,
sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren, weil ihr Interesse sie stets
bereits zur nächsten zieht. Nichts fasziniert sie mehr als
Neuartiges. Infolgedessen fühlt sie oft selbst, dass sie
unorganisiert ist. Sie schwört sich dann, eine Arbeit von Anfang bis
Ende durchzuführen, und versucht es auch ehrlich. Sie kann es aber
nicht. Sobald sie zur Mitte gelangt ist, beginnt sie ungeduldig nach
einem nächsten, noch unbekannten Weg Ausschau zu halten, der so viel
mehr Aufregendes zu verheißen scheint.
Höchst emotionell kann sie die
ganze Skala von A bis Z in einer Zeitspanne durchlaufen, in der
andere nur von A bis B gelangen. Wie sie sich nicht mit einer
einzigen Gemütsbewegung begnügen kann, so auch nicht mit einem
einzigen Liebhaber, einer einzigen Arbeit oder einem einzigen Plan.
Eine verwirrend vielseitige Frau,
eine heitere und unterhaltsame Kameradin, eine quicklebendige
Lebensbereicherung, ist sie dennoch düsteren Stimmungen des Zweifels
und der Angst vor dem Unbekannten unterworfen. Dann braucht sie eine
starke Schulter, an die sie sich anlehnen kann.
Obwohl sie warmherzig und
zartfühlend ist, wird sie von vielen als kalt betrachtet. Das liegt
an ihrer Neigung, sich mehr auf ihre Intelligenz als auf ihr Gefühl
zu verlassen. Das Sternbild Zwillinge wird von Merkur regiert, dem
Planeten des logischen Denkens. Man muss der Zwillingsfrau auf ihrer
eigenen intellektuellen Ebene begegnen.
Man versuche nicht, sie
anzubinden. Sie ist ein freier Geist, kein Vogel für einen goldenen
Käfig. Ankommen, wann es ihr gefällt, und wegzugehen, wenn es ihr
nicht mehr passt - das ist ihr Stil. Das gilt für die örtliche
Umgebung ebenso wie für Menschen. Sie verlangt auch vom Sexpartner
geistige Übereinstimmung und lässt sich nicht in eine untergeordnete
Stellung verweisen. Infolgedessen eignet sie sich besser für eine
berufliche Laufbahn als zur Hausfrau. Wenn sie will, ist sie jedoch
in beidem gut. Aber wenn man sie dazu zwingt, lehnt sie sich bald
auf.
Sie neigt dazu, sich mit vielen
Männern einzulassen, vor allem in der Jugend. Gewöhnlich gibt sie
sich nicht damit zufrieden, Leben, Charakter und Laufbahn eines
einzigen Mannes umzumodeln. Fortwährend ändert und verwandelt sie
etwas, stellt die Möbel um, sucht eine neue Wohnung, probiert neue
Rezepte aus, versucht es mit einer neuen Diät, sucht neue
Zerstreuung - nie ganz zufrieden mit dem Stand der Dinge. Wenn sie
nicht an sich selbst und ihrer Umgebung arbeitet, dann arbeitet sie
an ihrem Geliebten und versucht, ihn zu "bessern". Vielleicht
erklärt das, warum so viele reizvolle Zwillingsfrauen unverheiratet
bleiben. Da sie nicht dagegen ankönnen, muss der Mann sich wohl oder
übel damit abfinden.
Veränderung gehört zu ihrem
Lebensschema - das einzige, was sie nicht ändern können. Die
Zwillingsfrau liebt Luxus und setzt einiges dafür ein, ihn zu
erlangen. Inklusive ihren Sex-Appeal. Da sie sich gefühlsmäßig nicht
bindet, fällt es ihr nicht schwer, Sex als Waffe zu gebrauchen. Und
sie verfügt über genügend Charme und Phantasie, diese Waffe wirksam
einzusetzen.
In ihren Beziehungen zu Männern
scheint sie oft ein herzloses Spiel zu treiben. Aber der
missbrauchte
Liebhaber ist meistens gewillt, zu verzeihen und zu vergessen - wenn
sie , ihn zurücknimmt. Diejenigen, die es mit ihr aufnehmen können,
werden die Erfahrung lohnend finden. Wo sonst gibt es denn eine
Frau, die das Dasein auch nur halb so interessant macht? Sie ist
bezaubernd, aufreibend - und ganz Weib.
Das Sexleben der
Zwillingsfrau
Sie braucht keine besondere
Inszenierung. Bei ihr tut es auch der Rücksitz im Auto oder eine
Kynologe. Vom Liebhaber fordert sie hauptsächlich,
dass er sich
genügend Zeit lässt, denn sie mag nicht gehetzt werden. Ihre
Liebesstimmung kann erschreckend plötzlich umschlagen, besonders
wenn der Mann zu schnell vorgeht. Ihr Tempo muss sie bestimmen, und
wehe dem Liebhaber, der versucht, die Dinge zu rasch voranzutreiben.
Sie kann eine Kälte einschalten, die dem hitzigsten Mann das Blut in
den Adern gefrieren lässt.
Der Mann muss dafür sorgen, dass
sich die richtige Stimmung entwickelt, bis die Einheit des
Verlangens beide vereint. Sie genießt die ganze Tonleiter der Liebe,
vom wörtlichen Anreiz bis zum Kitzel, von sinnlicher Erregung bis zu
Laszivität. Sie belohnt Geduld mit dem ganzen ihr eigenen sexuellen
Überschwang - und mehr kann ein Mann nicht verlangen.
Aber der Liebhaber, der sie
festhalten möchte, sollte sich auch bewusst sein, dass die
Zwillingsfrau, abgesehen von einem sehr urwüchsigen Sextrieb, ein
Ideal sucht. Eine Liebesbeziehung muss für sie eine allumfassende
Gemeinschaft sein, die Körperliches und Geistiges, Romantisches und
Praktisches einschließt.
Sie macht oft den Anfang. Im
Gegensatz zu früher weiß man heute dass viele Männer sexuell
aggressive Frauen gern haben, dass viele für offene Avancen
empfänglich sind. Das Bild vom Mann, der erobern will, gilt nicht
für alle. Hier hat die Zwillingsfrau große Chancen. Sie ist leicht
entflammbar.
Wie auch beim Zwillingsmann ist
es weniger das Bedürfnis nach Sex oder nach Wollust, das sie treibt,
sondern sie ist einfach neugierig. Und sie schämt sich ihres
Benehmens nie, weil sie keine anderen Maßstäbe als ihre eigenen
gelten lässt. Die Zwillingsfrau tut gern zwei Dinge zu gleicher Zeit.
Beim Vorspiel vereint sie leidenschaftliche Küsse mit manueller
Anregung anderer erogener Zonen. Beim Fellatio vergisst sie nicht,
auch ihre Hände zu gebrauchen. Sie hat gute Einfälle, die auf
Intuition beruhen, und ersinnt viele erregende und kühne
Variationen. Sie ist stets auf der Suche nach mehr und mehr
Befriedigung. Getrieben von rastloser Phantasie und unerschöpflicher
Neugier, pflegt sie häufiger Geschlechtsverkehr als unter anderen
Zeichen geborene Frauen und erprobt alle möglichen Experimente. Sie
ist häufig bisexuell (wiederum die Dualität), und bei
Liebesbeziehungen mit Geschlechtsgenossinnen übernimmt sie gern
abwechselnd die männliche und die weibliche Rolle.
Beim Liebesspiel mit einem Mann
neigt sie mitunter zum Sadismus. Ein blitzschnelles Kneifen oder
Quetschen delikater Stellen lässt ihren Partner im unklaren, ob er
vor Schmerz oder Lust aufschreien soll.
In ihrer Suche nach höchster
Ekstase wird sie auch zum Fetischismus hingezogen. Sie kann durch
Körpergeruch leicht erregt werden, doch welcher Art ihr Fetischismus
auch sein mag, er erregt sie eher körperlich als gefühlsmäßig.
Neugier, nicht Perversität, ist das Motiv ihres Spieles. Wie auch
der Zwillingsmann liebt sie erotische Spielzeuge und beweist in
deren Gebrauch viel Phantasie.
Der Zwillingsmann
Er ist andauernd unterwegs, von
einem Ort zum andern, von einem Menschen zum andern, von einer
Tätigkeit zur andern. Ruhelos, nervös, begnügt er sich nicht damit,
jeweils einen Tag zu erleben, sondern sucht eine Woche oder einen
Monat in einen Tag zu pressen und auf verschiedenen Ebenen zugleich
zu leben. Was immer er gerade tun mag, er sehnt sich danach, etwas
anderes zu tun. Er schwelgt in Widersprüchen. Die Frau kann nicht
einmal sicher sein, ob er sie wirklich mag, denn seine
Ausdrucksweise ist immer widersprüchlich. Während es den Anschein
hat, dass er nicht mal weiß, ob sie lebt oder nicht, ist er
vielleicht tief durchdrungen von ihrem Vorhandensein. Während er sie
mit Aufmerksamkeiten überschüttet, ist sie ihm möglicherweise völlig
gleichgültig. Welcher Art seine Gefühle auch sein mögen, in erster
Linie sucht er sie instinktiv zu tarnen.
Er erträgt keinen Stundenplan.
Man darf von ihm nicht verlangen, die Mahlzeiten einzuhalten oder zu
einer festgesetzten Stunde zu schlafen oder wach zu sein. Er mag
kein Gefangener der Uhr sein. Er ist außergewöhnlich intelligent und
hat ein gutes Mundwerk. Und wie gern redet er! Er jongliert mit
mehreren Themen und lässt sie alle gleichzeitig in der Luft schweben.
Man versuche ja nicht, ihn im
Wortkampf zu besiegen. Er ist höchst beredsam, und Wörter sind für
ihn Waffen, die er mit vernichtender Wirkung anzuwenden weiß. Auch
im Gespräch macht sich eine merkwürdige Ruhelosigkeit bemerkbar,
denn er springt von einem Thema zum andern wie von Eisscholle zu
Eisscholle. Das wirkt elektrisierend und magnetisch und keineswegs
unkontrolliert, denn was er sagt, sprüht vor Geist und Witz. Er ist
ein faszinierender, vielseitiger, intellektueller Mensch, der sich
fortwährend fast schmerzvoll
bewusst ist, wie andere auf ihn reagieren. Seine Begeisterung führt
dazu, dass er nach allen Seiten ausfächert und zuviel unternimmt. Bei
der Inangriffnahme eines Planes entfaltet er große Tatkraft, aber
dann fällt es ihm schwer, bei der Stange zu bleiben. Allzu oft gerät
der schlagfertige, scharfsinnige Zwillingsmann ins Hintertreffen,
überholt von weniger phantasievollen Konkurrenten, ein Leonardo da
Vinci der Dilettanten.
Misserfolge bekommen ihm schlecht.
Er zerfleischt sich vor Selbstvorwürfen und versinkt in eine
Depression, die seine geheime Furcht vor Unzulänglichkeit bestätigt.
Aber diese Stimmung dauert nicht lange. Ein neues Interesse stachelt
ihn an und gibt seinen Lebensgeistern kometenhaften neuen
Aufschwung. Er interessiert sich für Spiel und Sport, Liebhabereien
und alle Arten von Zerstreuung. Er reist gern, um immer wieder etwas
Neues zu sehen. Er arbeitet angestrengt, doch nur für kurze Zeit.
Seine besten Leistungen erzielt er, wenn die Arbeit eine anregende
geistige Herausforderung bedeutet. Er braucht häufige Pausen,
Ferien, Unterbrechungen der Routine. Im Grunde machen ihm seine
Liebhabereien mehr Spaß als irgendeine Arbeit.
Er ist gern verliebt und nimmt
dazu jede Gelegenheit wahr. Aber er sucht auch seine Freiheit und
unterdrückt sein Ich nicht, um einer Frau zu gefallen. Auch in der
Liebe langweilt ihn die Routine, und wenn er ihr ausgesetzt wird,
kann er feindlich und streitsüchtig werden. Er muss immer wieder aufs
neue seine intellektuelle Überlegenheit beweisen. Akzeptiert die
Frau dies allzu leicht, fühlt er sich frustriert. Widerstand muss
sein, ob Protest oder Kampf, bevor er sich seines Sieges freut.
Seine größte Schwierigkeit ist
seine Unschlüssigkeit. Weil es ihm schwer fällt, bei der Stange zu
bleiben oder etwas bis zu Ende durchzuführen, beschuldigt man ihn
oft, launisch und unbeständig zu sein. Sobald er den Kern eines
Problems herausgeschält hat, sucht er sofort etwas anderes, etwas
Neues etwas jenseits des Horizonts.
Das trifft auch auf sein
Verhalten im Geschäftsleben zu. Gewöhnlich wird er als der hellste
Kopf im Betrieb betrachtet, als ein Mann mit glänzenden Ideen, der
das Zeug dazu hat, zur Spitze zu gelangen. Aber er bleibt nicht
lange genug in der gleichen Firma, um seiner Begabung entsprechend
aufzusteigen. Er wird ein Problem rasch erkennen und zu, dessen
Lösung die eigenen Fähigkeiten und die seiner Mitarbeiter richtig
einsetzen und neue Wege gehen. In verhältnismäßig kurzer Zeit aber
entdecken die Leute, dass ihn auch diese neuen Wege langweilen und er
nach noch neueren sucht. Das führt zu soviel Widerständen, dass er
schließlich geht. Am besten ist er als "Ausbügler" oder Berater,
ständig mit neuen Problemen konfrontiert, deren Lösung er anregen,
aber nicht überwachen muss. Der Zwillingsmann ist ein großer
Stratege, der die Alltagstaktik aber gerne andern überlässt.
Es fällt ihm schwer, das Geld
zusammenzuhalten. Besitztümer schlüpfen ihm durch die Finger. Wenn
sein Bankkonto angeschwollen ist, fühlt er sich ungemütlich und
sucht Gründe, das Geld loszuwerden. Sicherheit findet er nur in der
Unsicherheit.
Manche Menschen meinen, er habe
die ewige Jugend gepachtet, mit der damit verbundenen nie
erlahmenden Vitalität und Wissbegierde, Vergnügungssucht und Freude
an Zerstreuung. Man nennt ihn den Peter Pan des Tierkreises, weil er
nie erwachsen zu werden scheint.
Frauen spielen nicht die größte
Rolle in seinem Leben, obwohl er sich bei ihnen mehr als seinen
Anteil holt. Wenn er auf sie Jagd macht, geschieht es nicht aus
übersteigertem Sextrieb, sondern weil er gern etwas Neues
ausprobiert. Zu Beginn einer Affäre ist er wundervoll und alles, was
eine Frau sich nur wünschen kann; aber seine Gefühlsaufwallung ist
bald verpufft, und zur Aufladung braucht er dann Veränderung. Seine
Gemütsbewegungen sind oft oberflächlich. Eine gemeinsame Zukunft mit
ihm ist ungewiss, die Gegenwart jedoch macht zweifellos Spaß.
Das Sexleben des
Zwillingsmannes
Er gerät nicht außer Atem, ist
nicht anstrengend oder leidenschaftlich. Er spielt eine Doppelrolle
- in der einen ist er Teilnehmer, in der andern Zuschauer. Wenn er
will, kann er jede Frau in Stimmung bringen, denn er weiß genau, wie
die richtigen Reaktionen hervorzurufen sind.
Die Idee als solche reizt ihn
mehr als der Akt selbst, nicht so sehr die Wollust, die sexuelle
Betätigung beschert, als das, was die Psychologen Apperzeption
nennen: die bewusste Wahrnehmung. Beim Tun stillt er also auch die
Neugier nach der Frage, wie es getan wird; während er reagiert,
studiert er gleichzeitig, wie er reagiert. Er ist immer sowohl der
Tätige als auch der Zuschauer.
Sex mit ausgelöschtem Licht ist
nichts für ihn. Spiegel überall, die ihm ermöglichen, das
Liebesspiel aus jedem Blickwinkel zu sehen, stimulieren ihn. Dazu
noch einen pornographischen Film - das entspräche seinen
Vorstellungen und bringt ihn auf Touren.
Er erwärmt sich nur allmählich.
Cunnilingus ist nicht seine besondere Stärke, und Fellatio macht ihn
nicht wild; aber er liebt die andern Vorspiele. Er kann sie
genussvoll in die Länge ziehen; er knabbert am Ohr, streichelt den
Rücken und spielt kunstvoll das Spiel der sexuellen Erregung, bevor
er auf sein Ziel losgeht. Der eigentliche Akt ist dann meistens kurz
und wild, selbst wenn der Zwillingsmann bekommen hat, was er wollte,
ist er zwiespältig, ob es sich wirklich gelohnt hat.
Wo er Liebe macht, ist ihm egal,
und er kann sich fast bei jeder Frau den Weg ins Bett erschwatzen.
Meistens liegt ihm mehr daran, sich selbst oder seine Neugier zu
befriedigen als seine Partnerin. Nicht viele Frauen bemerken das,
auch wenn sie manchmal den Verdacht hegen, dass sie bloß zu seinen
Erfahrungen beitragen; denn er ist in der Liebeskunst bewandert und
kennt sich auf Gebieten aus, die von andern Männern so oft
vernachlässigt werden. Er sagt einer Frau genau das, was sie zu
hören wünscht, schafft eine besondere Atmosphäre aufregender
Romantik, und gerade das bindet sie mehr an ihn als reines
körperliches Vergnügen.
Eine Warnung: Selbst wenn es ihm
gelungen ist, von seiner absoluten Aufrichtigkeit zu überzeugen,
darf man ihm nicht allzu sehr trauen. Er ist ein Rattenfänger von
Hameln, der bald ein anderes Opfer dazu verführen wird, seiner
bezaubernden Melodie zu folgen. Seine Aufrichtigkeit ist "echt",
aber nur in dem Sinne, dass er meint, was er gerade in diesem
Augenblick sagt.
Gruppensex liebt er besonders,
einschließlich bisexueller Betätigung, denn er genießt die
Vielfältigkeit und die verschiedenen Gelegenheiten, die dabei
auftauchen. Abwechslung ist seines Lebens Würze. Mit dem einen
Partner Liebe machen und dem andern gleichzeitig zuschauen, wie er
sich selbst befriedigt, das ist eine Variante, die er bevorzugt.
Erotisierendes Zubehör reizt ihn,
und er experimentiert gerne damit, inklusive Pillen, Sprays, Ölen
und Salben. Was auch immer es auf diesem Gebiet gibt, der
Zwilligsmann wird genau das herausfinden, was ihm den meisten
Lustgewinn bringt.
Weil der Zwillingsgeborene in
zwei Richtungen gezogen wird, hat er die Neigung zur Bisexualität.
Manche, die an der Heterosexualität festhalten, werden
Transvestiten, die ihr dualistisches Verlangen dadurch befriedigen,
dass sie sich als Frauen verkleiden. Sie stellen auch allerlei
Experimente an, um zu ergründen, wie man sich als Frau fühlt.
Das Verlangen des Zwillingsmannes
nach immer ungewöhnlicheren Formen der Befriedigung treibt ihn auch
zu starken Formen des Sadismus, bei denen es sich immer um eine klar
umrissene Herren-Sklaven-Beziehung handelt. In der Literatur findet
man das treffendste Porträt eines Zwillingsmannes im Roman des
amerikanischen Dichters Robert Louis Stevenson "Dr. Jekyll und Mr.
Hyde". Die Dualität seiner Natur führt ihn als Wissenschaftler zu
den gewagtesten Experimenten, als Mann zu ungewöhnlichen
Ausschweifungen. Ein klassisches Beispiel für das Verhalten eines
Zwillingsgeborenen.
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Zwillinge und Partner |
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Zwillinge und Widder |
Beide sind
lebhaft, begeisterungsfähig und lieben Abwechslung in der
sexuellen Beziehung. Im Bett werden sie sich nicht so leicht
miteinander langweilen. Der Widder vermag dem Zwillingsgeborenen
die feste Richtung zu geben, die er braucht. Die
Launenhaftigkeit der Zwillinge wirkt auf ihn nicht abstoßend,
sondern regt ihn eher an. Ausgezeichnete Voraussetzungen für
eine kurzfristige Liaison, wobei Aussicht besteht, dass diese
sich zu einer dauerhaften Beziehung entwickelt. |
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Zwillinge und Stier |
Der
eifersüchtige, besitzergreifende Stier kann mit dem
herumflirtenden Zwilling nichts anfangen. Der Zwilling spürt das
und sucht dem einschränkenden Netz des Stiers auszuweichen.
Sexuell ist der Stier dem Zwilling zu schwerfällig, der wiederum
kann dem Stier nicht die Sicherheit geben, die dieses Zeichen
braucht. Das Resultat wird eine unglückliche, kurzlebige Affäre
sein. |
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Zwillinge und Zwillinge |
Sie können viel
Spaß miteinander haben, solange das Verhältnis dauert, aber es
wird sehr schnell wackeln. Außer einer vorübergehenden
körperlichen Anziehung deuten alle Zeichen auf den direkten Weg
zum Fiasko. Beide sind kokett, impulsiv, leicht gelangweilt. Die
Liebesbeziehung wird turbulent verlaufen, die Ehe wahrscheinlich
eine Katastrophe werden. In den seltenen Fällen, wo diese
Vereinigung funktioniert, bilden die beiden das interessanteste
Paar, das es gibt. |
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Zwillinge und Krebs |
Für diese
Paarung besteht Gefahr. Der Krebs ist zu empfindsam und zu
scheu, um seine wahren Gefühle zu zeigen. Der Zwillingsgeborene
will mit der Liebe spielen, wohingegen der Krebs sie ernst
nimmt. Der Krebs braucht Lob und Bestätigung, aber der
Zwillingsgeborene kann grausam offen sein. Diese
Charakterunterschiede bilden im Schlafzimmer häufig eine Quelle
der Schwierigkeiten. Bei einem Verhältnis geht es stetig bergab,
eine Ehe wird letztlich scheitern. |
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Zwillinge und Löwe |
Der
weitherzige, großzügige Löwe wird in den Händen des
Zwillingsgeborenen zu Wachs - und ist selig! Der
Zwillingsgeborene zeigt sich beim sexuellen Spiel wandelbar und
geschickt, der Löwe reagiert mit Bewunderung und Zuneigung. Der
Löwe ist es zufrieden, den Zwilling arglos seinen eigenen Weg
gehen zu lassen. Eine ideale Kombination. Eine Affäre wird
aufregend und vergnüglich sein, und auch für eine Dauerbeziehung
sieht alles rosig aus. |
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Zwillinge und Jungfrau |
Die Jungfrau
betrachtet den Zwillingsgeborenen als unreifen Liebhaber;
Zwillinge ihrerseits finden die Jungfrau altmodisch und
langweilig. Die Jungfrau hat feste Ansichten über sexuelles
Verhalten; Zwillinge schwanken. Wenn das Feuer der Leidenschaft
ausgebrannt ist, wird die Jungfrau nörgeln und kritisieren, und
der Zwillingsgeborene schaut sich nach Abwechslung um. Ein
Liebespaar unter einem schlechten Stern, das nicht mit einer
langen Zukunft zu rechnen hat. |
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Zwillinge und Waage |
Eine reizvolle,
interessante Verbindung. Beide sind liebevoll, und die sexuelle
Vereinigung kann feurig werden. Beide sind weder eifersüchtig
noch possessiv, und ihre Temperamente wirken stabilisierend
aufeinander. Beide experimentieren in erotischer Hinsicht gern.
Ein Verhältnis dürfte ein Genus für beide sein. Große Chancen
für eine glückliche Ehe, besonders wenn die Waage das
Portemonnaie des Zwillings bewacht. |
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Zwillinge und Skorpion |
Sexuell passen
sie gut zusammen, aber hier bestätigt sich der Spruch, dass
körperliche Anziehung allein nicht genügt. Der Skorpion ist
eifersüchtig, der Zwillingsgeborene launisch. Wenn der Skorpion
die Zügel zu straff anzieht, wird der Zwilling ausbrechen. Nach
einem leidenschaftlichen Zwischenspiel kühlt sich das Verhältnis
rasch zu Missvergnügen und sogar zu Feindseligkeit ab. Nur ein
außergewöhnliches Paar kann es zu einer guten Ehe bringen. |
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Zwillinge und Schütze |
Beide sind
ruhelos, wandelbar und als Liebende nicht gerade demonstrativ.
Der Zwillingsgeborene neigt dazu, das Verhalten des Schützen im
Bett zu kritisieren. Dieses Verhältnis hat noch andere schwache
Punkte, aber positiv wirkt sich aus, dass beide weder
anspruchsvoll noch besitzergreifend sind. Eine Liebesbeziehung
beginnt impulsiv und endet ebenso. An einer Ehe müssten beide
arbeiten, aber wenn sie es tun, kann es sich lohnen. |
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Zwillinge und Steinbock |
Der
Zwillingsgeborene ist für den konservativen, stetigen, häuslich
gesinnten Steinbock zu ungeduldig, zu freiheits- und
unabhängigkeitsbedürftig. Das sexuelle Verhalten des
Zwillingsgeborenen stößt manchen braven Steinbock vor den Kopf.
Der Steinbock sorgt sich mehr um andere Dinge -Arbeit, Finanzen,
berufliche Laufhahn - als um seine sexuellen Bedürfnisse und
findet den Zwilling leichtsinnig. Ein Verhältnis ist möglich,
aber eine erfolgreiche Ehe der beiden wäre ein Beweis für alles
überwindende Liebe. |
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Zwillinge und Wassermann |
Empfindsame
Zwillinge verstehen und schätzen die Phantasie des Wassermanns.
Sie können abenteuerliche, erfindungsreiche Liebhaber werden.
Das Merkmal der Beziehung ist die Unberechenbarkeit. Sie wird
nicht immer glatt verlaufen, kann aber anregend und lohnend
sein. Wenn das Verhältnis zu Ende ist, wird Freundschaft
bleiben. Die Ehe ist wahrscheinlich ersprießlich und angenehm,
aber eher durch tiefe Zuneigung als durch Leidenschaft
gekennzeichnet. |
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Zwillinge und Fische |
Die beiden sind
im Ausdenken neuer sexueller Variationen besser als in deren
Ausführung. Die Fische sind für die Zwillinge ein bisschen zu
gefühlsbetont, deren Impuls es ist, das Erlebnis zu genießen -
und weiterzuziehen. Daraus kann sich eine Atmosphäre des
Misstrauens ergeben. Es ist möglich, dass zwischen beiden echte
Zuneigung herrscht, aber die Beziehung wird schließlich durch
die Unsicherheit zermürbt. Ein riskantes Verhältnis, eine
unglückliche Ehe. |
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