Löwe
23. Juli - 22. August
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Die Löwefrau
Sie stellt sich ständig zur Schau
- ein wunderschönes Juwel in einem Schaufenster, vor dem die
Vorüberkommenden stehen bleiben, um es zu bewundern. Bei einem
gesellschaftlichen Anlass ist sie das glitzerndste weibliche
Ornament. Selbst wenn sie zeitweilig in der Kulisse steht, fühlt sie
sich als Star der Vorstellung, der aufs Stichwort wartet, das ihn
mitten auf die Bühne vor ein bewunderndes Publikum ruft.
Für sie ist nichts wichtiger, als
von Männern verehrt und begehrt zu werden. Ihre eigenen Gefühle
werden dabei nicht immer berührt. In gewissem Sinne bietet sie Sex
zum Verkauf an, dessen Bezahlung nur in der Befriedigung besteht, zu
wissen, wie hoch sie im Kurs steht.
Sie muss ihrem Gefährten nicht nur
viel bedeuten, sie muss für ihn die Einzige und Alleinige sein. Für
sie selbst gilt diese Einschränkung allerdings nicht. Sie wünscht
die Freiheit, umherzustreifen und auf Beute auszugehen. Gewöhnlich
braucht sie nicht weit zu suchen. Die Beute ist nur allzu willig.
Löwefrauen sind die beliebtesten Jägerinnen im Revier.
Sie liebt Menschen, ist aber
egozentrisch. Sie dominiert, aber mit Würde, ist eitel, aber
gutherzig - ein widerspruchsvolles Geschöpf, das die Probleme
anderer nur in Relation zu sich selbst sieht.
Sie ist ungestüm, unberechenbar,
verführerisch. Ihre Gefühle sind oft oberflächlich, nur in seltenen
Fällen tief. Sie verliebt sich häufig, ist aber nur ausnahmsweise
fähig zu lieben. Es fehlt ihr die Fähigkeit der Hingabe, sie kann
sich einem andern nicht unterwerfen.
Gestaltet sich ein Verhältnis zu
bequem und sorgenfrei, wird sie leicht faul und bemüht sich in ihrer
Trägheit kaum mehr um Aktivitäten im Schlafzimmer. Infolgedessen
brennt das Feuer, das sie im Liebhaber entzündet hat, oft aus. Und
ohne die notwendige Anfachung durch seine Bewunderung versanden ihre
eigenen sexuellen Begierden langsam.
Um ihre besten Seiten zu
entfalten, braucht sie Abwechslung, aber ihr im Grunde indolentes
Wesen erschwert die Abwechslung. So entsteht oft ein Stau, in dem
sie einfach stecken bleibt. Sie kann denen, die sie lieben, treu
sein; doch wenn deren Liebe nachlasst, fühlt sie sich ermächtigt,
umherzustreifen. Man kann sie oft in einem Dreiecksverhältnis finden
- mit zwei Männern. Indem sie den einen gegen den anderen ausspielt,
herrscht sie als Königin. Sie ist nur glücklich, wenn sie im
Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht.
Wenn Menschen ihren Erwartungen
nicht entsprechen, sucht sie die Schuld nie bei sich selbst.
Erleidet sie einen seelischen Rückschlag, so dramatisiert sie gern
und spielt die tragische Heldin. Sie erstrebt Effekt, nicht den
Ausdruck echter Gefühle. In Wirklichkeit sind die meisten
"Tragödien", die ihr zustoßen, von ihr selbst verursacht worden.
Sie glaubt, allzu idealistisch zu
sein und darum enttäuscht zu werden. In Wahrheit neigt sie dazu, den
"Falschen" zu lieben oder den Richtigen durch ihr unkluges und
überforderndes Verhalten im Bett abzuschrecken. Sie hat eine große
Begabung, sich selbst unglücklich zu machen.
In Geldsachen neigt sie zum
Leichtsinn. Sie gibt gern Geld aus - hauptsächlich für sich selbst.
Als ein Geschöpf, das Luxus liebt, bevorzugt sie einen Gefährten,
der die Mittel dafür hat, sie zufrieden schnurren zu lassen.
Genusssucht, ist ein bezeichnender Charakterzug. Sie ist regelmäßige
Kundin beim Friseur, kauft eifrig auffallende Kleider, liebt Schmuck
und Pelze. Eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen besteht darin, ihre
Wohnung zu schmücken und umzugestalten, wobei sie mit Rot
verschwenderisch umgeht. Sie macht kostspielige Geschenke und gibt
extravagante Einladungen. Sie ist eine großzügige Gastgeberin, die
keine Kosten scheut, ihre Gäste zu unterhalten, schätzt es aber gar
nicht, von einem Besucher überrascht zu werden. Wie kann ein Mensch
es wagen, uneingeladen bei ihr zu erscheinen ?
Andere Frauen beneiden sie, weil
sie den Männern sofort ins Auge fällt. Sie zieht Männer mühelos an,
vielleicht weil sie es für ihr gutes Recht hält, dass sie ihr zu
Füßen liegen. Das Lächeln, das sie einem Manne schenkt, kann jedoch
Täuschung sein; es bedeutet nicht unbedingt, dass er ihr Eindruck
macht. Sie hat das unersättliche, unheilbare Bedürfnis, bewundert zu
werden, und sie wird mit jedem flirten, um das zu erreichen. Ihr
Begleiter darf sie keinen Augenblick im Zweifel lassen, dass sie die
Sonne an seinem Himmel ist. Sonst wird es unerträglich. Unfair?
Natürlich. Aber so ist es nun einmal, und der Mann, der sie begehrt,
muss sich mit dieser kleinen Eigenart abfinden. Sie hat einen
gesunden Sinn für Humor, und wenn man ihr etwas klarmachen will,
bringt man sie am besten zum Lachen. Sie kann laut herauslachen, und
wenn sie selbst die Rolle des Spaßmachers übernimmt, ist sie ein
entzückender Clown. Sie hat enorm Sinn für Pointen.
Steht ihr Zeichen in gutem Aspekt
zu anderen, so kann sie ausgesprochen schöpferisch sein. Auf
intellektuellem Gebiet ist sie kühn, einfallsreich und
abenteuerlustig. Im Beruf zeichnet sie sich aus, obwohl es manchmal
schwierig ist, mit ihr zusammenzuarbeiten, weil sie darauf besteht,
dass die andern sich so verhalten, wie sie es erwartet. Sie ist
begabt, hat dafür aber oft merkwürdig wenig vorzuweisen.
Jegliche Routine langweilt sie.
Sie wird einiges dafür tun, der Eintönigkeit aus dem Weg zu gehen.
Die Ferne lockt sie. Sie sehnt sich nach den romantischen Orten auf
den Plakaten der Reisebüros, und wenn sie reisen kann, genießt sie
besonders die Vorfreude. Bei allem, was sie tut, lehnt sie Kritik
ab. Sie übt auch keine Selbstkritik. Für ihre Umwelt ist sie nicht
immer einfach zu ertragen.
Das Sexleben der Löwefrau
Man darf von ihr nicht erwarten,
dass sie dem Mann auf halbem Weg entgegenkommt. Da sie überzeugt ist,
dass sich jeder Mann glücklich schätzen muss, sie zu besitzen, sieht
sie keinen Grund, ihn zu sich zu locken.
Die Löwefrau treibt gern das, was
sie als unschuldige Liebelei betrachtet. Sie lechzt nicht nach einem
Mann, denn sie ist zu selbstzufrieden, um sexuell aggressiv zu sein.
Ihr Ziel ist einfach, bewundert zu werden. Sie verhält sich lasziv
verführerisch - und träge. Sie scheint sich instinktiv bewusst zu
sein, wie stark die Männer auf sie reagieren. Ein Wink mit dem
Finger, und sie beeilen sich, ihrem Befehl zu gehorchen. Es ist
tatsächlich ein Befehl, keine Aufforderung, denn sie kann sich nicht
vorstellen, dass irgendein Mann sich unterstehen würde, ihn nicht zu
befolgen.
Wenn ein Liebhaber sie
enttäuscht, maßregelt sie ihn nicht und macht keinen Versuch, ihn
umzumodeln. Ihre stumme Verachtung ist eine viel tödlichere Waffe.
Worte sind nicht erforderlich, um königliche Missbilligung
auszudrücken. Manch ein Mann wird durch die Verachtung der Löwefrau
gelähmt, und nur wenige finden den Mut zu einer Wiederholung. Sie
raffen die Fetzen ihres Ichs zusammen und schleichen beschämt ab.
Selten ist sie launisch, auch in verliebtem Zustand nicht. Sie ist
im Grunde optimistisch und fröhlich, und Selbstanalyse ist nichts
für sie. Sie quält sich nicht mit ihren Begierden ab. Warum auch?
Was ein Löwe haben will, das bekommt er.
Wenn ihr ein Mann etwas bedeutet,
dann kann er auch erwarten, königlich behandelt zu werden - wie es
einem Prinzgemahl gebührt. In ihrem Heim schafft sie eine Atmosphäre
von Glanz und Schönheit, in der sie großzügig Gäste bewirtet. Obwohl
sie sich auffallend kleidet, tut sie das nicht, um verführerisch zu
wirken, sondern um ihren Geliebten zu manipulieren - und das ist ein
großer Unterschied. Wenn der Augenblick gekommen ist, sich zu
enthüllen, vollzieht sich eine langsame, wollüstige Entschleierung,
weniger zu seinem Vergnügen als zu ihrem eigenen, das sie bei seiner
sprachlosen Bewunderung empfindet. Wehe dem Liebhaber, der das
missversteht und sie allzu schnell oder gewaltsam zu nehmen sucht.
Dann zeigt die Löwin ihre Krallen! Sie empfindet keinerlei
Bedürfnis, im Schlafzimmer originell oder schöpferisch zu sein.
Genau wie der Löwemann ist sie für den konventionellen, geraden Weg.
Ihr scheint das alles ganz einfach und richtig zu sein. Wozu die
Lilie vergolden?
Doch wenn ihre Leidenschaft
geweckt ist, wird sie eine stark reagierende Sexpartnerin, und es
gibt viele Bettgenossen, deren Narben es beweisen. Dann erwartet
sie, für ihre sexuelle Darbietung gelobt zu werden. Sie weiß, dass
sie ein gesundes, wollüstiges Geschöpf ist - die Königin der
Urwaldkatzen.
Beim Liebesakt versucht sie zu
herrschen, begnügt sich dann aber gewöhnlich mit gleichberechtigter
Partnerschaft. Beim Vorspiel genießt sie es, wenn ihr Gesicht, Ohren
und Hals behutsam geleckt werden. Sie hat es auch gern, wenn der
Mann seine Zunge über die Innenseite ihrer Schenkel gleiten lässt.
Ihre Lieblingsmethode ist es, den Partner den halben Weg zurücklegen
zu lassen, um sich dann rhythmisch seinen Stößen anzupassen. Das
Licht soll brennen, damit der Geliebte ihren Körper sehen und sich
dazu äußern kann. Ihr zwanghaftes Bedürfnis, sich zur Schau zu
stellen, führt dazu, dass sie gerne die sitzende Position auf dem
Mann einnimmt, damit er auch jetzt noch die Schönheit ihres Körpers
bewundern kann. In dieser Stellung lehnt sie sich dann gern
vorwärts, und erlaubt dem Partner, mit dem Mund so viel von ihren
Brüsten zu erhaschen, wie er nur kann.
Die Bewunderung des Partners ist
für sie ein wesentlicher Teil beim Sex. Sie wählt Büstenhalter und
Höschen sorgfältig aus, um sicher zu sein, dass sie möglichst
herausfordernd wirkt, wenn sie sich entkleidet.
Ihre selbstverständliche und
positive Einstellung zum Sex bedeutet für Partner, die ihrer
Männlichkeit nicht sicher
sind, eine Beruhigung. Sie ist so
überzeugt, dass alles gut gehen wird, dass es gewöhnlich der Fall ist.
Warum auch nicht? Der Glückspilz darf sie ja haben! Ihre
Herrschsucht kann allerdings extreme Formen annehmen.
Weil es die Löwefrau verärgert,
in einer Männerwelt zu leben, übernimmt sie oft beim Sex die Rolle
des Mannes. Das kann so weit gehen, dass sie mit künstlichen
Hilfsmitteln mal in den Mann eindringt. Die Löwefrau genießt es,
wenn der Mann die Zunge in sie hineinsteckt. Sie bestimmt dann das
Tempo, bis sie den Orgasmus erreicht. Für sie ist diese Form des
Liebesspiels die Ehrung einer Königin.
Ihre Herrschsucht zieht sie oft
zu Knaben hin, die ihr willig die verlangte blinde Verehrung
entgegenbringen. Dafür führt sie sie in die Wunder der Sexwelt ein
und macht sie buchstäblich zu Gefangenen der Liebe.
Der Löwemann
Der Löwemann wünscht beachtet zu
werden, wo immer er geht und steht. Er wirkt auf Frauen sehr
anziehend, und das weiß er. Betritt er einen Raum, so wenden sich
ihm die Blicke der Frauen zu, und die Männer betrachten ihn mit
Neid. Er bewundert schöne Frauen, mag aber nicht, wenn sie laut
reden oder sich auffallend kleiden. Seine Begleiterin muss sich immer
züchtig benehmen. Er selbst will im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit
stehen!
Er hält sich gern im Freien auf,
besonders bei Tag, wenn die Sonne, seine Gebieterin, scheint. Und er
liebt sportlichen Wettbewerb, bei dem er sich auszeichnet. Man
könnte meinen, er würde die unvermeidliche Niederlage fürchten, die
jeder irgendwann einmal erlebt. Aber der Löwe weiß sogar die
Niederlage in einen Sieg zu verwandeln. Das ist sein großer
Auftritt! Dem glücklichen Sieger gegenüber erweist er sich mit
königlicher Haltung als ein Mensch, der über allem steht. So
großartig macht er das, dass manche Zuschauer ihn in der Verwirrung
für den Sieger halten! Jedenfalls werden sie genau wie er glauben,
nur ein unglücklicher Zufall habe ihn um den Triumph gebracht, der
seinen überlegenen Talenten eigentlich gebührte.
Der Löwemann ist ausgesprochen
extrovertiert. Er lacht gern. Er ist kein Großmaul oder Bluffer,
doch gelegentlich kann er ein Tyrann sein. Er schwelgt in Luxus und
findet das Beste nicht zu gut für sich. Damit klappt es gewöhnlich,
denn was ihm gehört, ist in seinen Augen das Beste. Darüber lässt er
nicht mit sich streiten. Halbe Maßnahmen sind nichts für ihn. Wenn
er in den Kampf zieht, wird es wahrscheinlich eine glorreiche
Schlacht werden. Wenn es ums Verlieben geht, müssen die Funken
sprühen - oder noch besser, ein Freudenfeuer daraus werden. Er
spielt mit dem Leben, mit der Liebe, mit dem Geld. Er findet es
nicht leichtsinnig, auf ein Hasardspiel einzugehen, denn er fühlt,
es sei einfach sein Schicksal zu gewinnen.
Männer mögen ihn, weil er sich
nicht lumpen lässt. Frauen mögen ihn, weil er überlegen, feurig,
intensiv ist. Er hat eine offene Hand und ist ein wertvoller Freund.
Wenn Not am Mann ist, nimmt er große Risiken und Gefahren auf sich,
um die Sicherheit der Menschen, die er liebt, zu gewährleisten.
Gewöhnlich ist er beliebt. Auch
diejenigen, die es auf die Dauer hart finden, mit seinem Ego zu
leben, haben nichts Persönliches gegen ihn. Sie haben ihn gern - aus
sicherer Entfernung. Anfangs mag man von seiner alles überwuchernden
Selbstsicherheit vor den Kopf gestoßen werden. Aber der Einfühlsame
spürt, dass der Löwemann seltsam verwundbar ist. Er braucht Menschen,
die seine hohe Meinung von sich selbst teilen, und er strengt sich
gewaltig an, sie für sich zu gewinnen.
Man kann nie fehlgehen, wenn man
ihm schmeichelt, denn was man ihm auch sagt, nichts kann seine
eigene hohe Meinung von sich selbst übertreffen. Das ist seine
Achillesferse, denn ein Redegewandter kann so seine Entscheidungen
beeinflussen. Er ist leicht zu überreden, zu einer Lohnerhöhung,
einer Anleihe, einem Gefallen, sogar zu einer Heirat.
Ständig verliebt und entliebt er
sich. Liebesgeschichten sind sein Lebenselement. Er ist nur
glücklich, wenn er ein reizvolles weibliches Wesen, das ihn
bewundert, ausführen kann. Früher oder später wird er eine Frau
finden, ohne deren Bewunderung er nicht leben kann - und sie
heiraten.
Unter den Löwemännern gibt es
nicht viele Junggesellen, aber ach, ihre Frauenkenntnis lässt oft zu
wünschen übrig. Obwohl er königliche Verachtung über Frauen mit
lockerem Lebenswandel verhängt, wird er leicht das Opfer gerade
dieses Typs. Sie wissen seine Riesenschwäche auszunutzen – die
Eitelkeit.
In der Arbeit ist er oft
nachlässig, aber das kann er gut vertuschen. Hastig und impulsiv
Erledigtes tarnt er mit dekorativem Anstrich. Wenn das nicht möglich
ist, entschuldigt er sich, es fehle ihm die Geduld für Kleinkram,
und lässt durchblicken, dass sich Geringere mit derartigem Zeug
abgeben sollen. Irgendwie gelingt es ihm, alles immer so
hinzustellen, als ob andere daran Schuld wären. Das kann Mitarbeiter
mit der Zeit zur Verzweiflung bringen, aber der Löwe kümmert sich
nicht allzu sehr um die Gemütsverfassung anderer Leute.
Obwohl er schöpferisch sein kann,
fehlt es ihm gewöhnlich an Tiefe und Bedeutung. Er ist ein Mann des
Schaugeschäfts, ein Produzent, der immer die blendende
oberflächliche Wirkung sucht. Das genügt, ihn zu befriedigen. Er
wird zornig, wenn es nicht nach seinem Kopf geht, und er duldet
keinen Widerspruch. Ist etwas schiefgelaufen, so wird er mürrisch.
Man muss sehr vorsichtig sein, ihn nicht zu provozieren, wenn er in
dieser Stimmung ist. Aber lange hält die Depression bei ihm nicht
an. Es warten auf ihn so viele Gelegenheiten, sich als königlicher
Eroberer zu beweisen.
Der Löwemann ist eifersüchtig. Er
thront zwar auf dem Gipfel, befürchtet jedoch, hinabgezogen zu
werden ins Tal des Wettbewerbs mit geringeren Sterblichen. Die Frau,
die einen Löwen zum Liebhaber oder Ehemann hat, sollte sich davor
hüten, ihn eifersüchtig zu machen. Er kann sehr heftig reagieren.
Das Sexleben des Löwemannes
Er braucht Frauen, wie er Nahrung
und Wasser braucht. Er stellt sich auf eine neue Beziehung ein, als
wäre es ein Heldendrama, ein unvergessliches Erlebnis, eine
Gelegenheit, seine Meisterschaft zu beweisen. Er ist eine starke
sexuelle Persönlichkeit. Über Konventionen und Regeln setzt er sich
majestätisch hinweg.
Eine Frau, die mit einem Löwen in
Beziehung tritt, muss sich einen Ratschlag merken: Nie, niemals ihn
an der Nase herumführen. Was man ihm versprochen hat, sollte man
halten. Der Löwemann liebt keine Tändeleien. Wer nicht gewillt ist,
ihm bis ans Ende zu folgen, lasse sich erst gar nicht mit ihm ein.
Er glaubt, die Frau müsse immer für ihn da sein, weil er selbst
immer bereit ist. I
Andrerseits kann dieser ungemein
selbstsichere Mann durch den Anschein von Geheimnis und
Zurückhaltung betört werden. Er meint, die meisten Frauen seien so
versessen darauf, seine Gunst zu erringen, dass sie sich kaum
zurückhalten können. Diejenige, die ihn fühlen lässt, er müsse sich
ihretwegen anstrengen, wird am ehesten bei ihm Erfolg haben.
Als Liebhaber huldigt er dem
Sprichwort «Dem Mutigen gehört die Welt». Zweifel an sich selbst,
Schüchternheit, vorsichtige Annäherung gibt es bei ihm nicht. Nichts
mit zeitraubendem Herumfummeln Mit einer einzigen, umfassenden
männlichen Bewegung reißt er die Beute in seine Arme und in sein
Bett. Manchmal schadet er sich damit selbst. Seine Partnerin erhält
den Eindruck, er sei darauf aus, die sexuelle Olympiade zu gewinnen,
und hegt Zweifel, ihm gewachsen zu sein. Die Sache wird dadurch,
dass
er mit dem Vorspiel wenig Zeit verliert, nicht besser. Der Löwemann
interessiert sich nur für seine eigenen sexuellen Bedürfnisse. Da
erwartet er von der Frau ein Lob für seine Technik. Das ist für ihn
die angenehme Nachglut des sexuellen Erlebnisses.
Seine Ausdauer ist bemerkenswert,
und er hat großen Appetit aufs Liebemachen. Das heißt jedoch nicht,
dass er mehr als einmal am Tag will - wer braucht denn ein da capo,
wenn der König sich betätigt hat? Er tritt vielleicht nur einmal
auf, das aber mit Gusto.
Die Frau muss sich anpassen, um
seinen herrischen Forderungen zu begegnen. Sie darf nicht schweigsam
und zimperlich sein. Das mag hinhauen, wenn man ihn auf sich
aufmerksam machen will; aber wenn es soweit ist, behagt dem Löwemann
eine Frau, die zeigt, dass sie es genießt. Wenn sie unbeherrscht
stöhnt, schreit und vor Wonne atemlos wird, sagt sie ihm damit, dass
er der allmächtige Meister ist.
Einem Löwen darf man sich nie
versagen, sonst zieht er einfach in andere Jagdgründe. Wenn er nicht
durch Liebesbande gekettet ist, behandelt er alle Frauen mit
majestätischer Unparteilichkeit. Seines Erachtens sind sie samt und
sonders nichts anderes als offene Flaschen, in die ein Kork gehört.
Er schätzt unterwürfige Frauen
und findet die Mannoben-Frau-unten-Position absolut angemessen. Sie
hat ihm buchstäblich zu unterliegen. Er kennt seine Potenz und sieht
keinen Grund, sie mit Variationen zu verzieren oder in andere Kanäle
abzulenken.
Eine Frau in «hilfloser» Lage
stachelt ihn an. Daher gefällt ihm besonders, wenn die Frau vor dem
Bett kniet, er kniet dahinter, dringt in sie ein, umfasst ihre Hüften
und steht langsam auf. Auf diese Weise benutzt sie nur ihre
Scheidenmuskeln, während er die andern Bewegungen bestimmt, auch die
ihrer Hüften.
Oraler Sex ist für ihn nur
annehmbar, wenn er der empfangende Teil ist. Für ihn vereint
Fellatio sinnliches Vergnügen mit dem Zollen der Bewunderung, die
seiner männlichen Eitelkeit schmeichelt. Cunnilingus hingegen ist
nicht seine Sache. Noch irgendwelche andere ausgefallene
Variationen. Die Normalstellung ist ihm gerade recht, und er wird
sich höchstens im Bett umdrehen, damit er mit den Füßen am Kopfteil
besseren Halt findet.
Seine natürliche Fähigkeit zum
Liebhaber verkehrt sich in Perversität, wenn die Frau seiner
Ichbezogenheit nicht Genüge tut. Dann nimmt er zu etwas merkwürdigen
Formen der Selbstverherrlichung Zuflucht, indem er etwa den eigenen
Penis mit schmückendem Beiwerk versieht oder in endlose
Selbstpreisungen verfällt. Da hilft nur, ihn kräftig mit
Komplimenten zu traktieren. Wie jeder Löwe will er eben königlich
bewundert werden.
Er ist sehr stolz auf die Größe
seiner Geschlechtsorgane und kann sogar elektrische Geräte benutzen,
um den Penis zu vergrößern und der Partnerin vor dem Verkehr
Eindruck zu machen. Exhibitionisten sind oft unter dem Zeichen des
Löwen geboren.
Wenn ihm die sexuelle
Bewunderung, die er so nötig braucht, längere Zeit nicht zuteil
wird, wird er von dem Problem besessen. Er kann an nichts anderes
mehr denken. Er wird Freunde, Familie und Beruf vernachlässigen und
schließlich Erleichterung in einem gehobeneren Bordell suchen, wo
die Mädchen sich darauf verstehen, seiner Besessenheit Genüge zu
tun.
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Löwe und Partner |
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Löwe und Widder |
Diese beiden
fühlen sich zueinander hingezogen, denn ihnen ist ein starkes
Interesse an Sex gemeinsam. Beide sind leicht entflammbar und
leidenschaftlich. Der Führungsdrang des Widders prallt mit der
Herrschsucht des Löwen zusammen wie eine unwiderstehliche Kraft
mit einem nicht von der Stelle zu bewegenden Gegenstand. Doch
die körperliche Übereinstimmung ist so groß, dass sie die
Schwierigkeiten überwinden kann. Ein beglückendes Verhältnis,
gute Aussichten für eine Ehe. |
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Löwe und Stier |
Dieses
Liebesduett kann in ein stimmaufwendiges Seilziehen ausarten.
Beide wollen ihren Kopf durchsetzen, und der Willenskampf wird
unter Umständen explosiv. Sie können eine liebevolle sexuelle
Verbindung haben, aber der Überschwang des Löwen wird dem
ruhigen, gemessenen Stier lästig werden. Den aufgeplusterten
Löwen ärgert es, wenn der Stier ihn durchschaut. Ein Verhältnis
ist möglich, eine längere Verbindung zweifelhaft. |
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Löwe und Zwillinge |
Der
Zwillinggeborene muss klug vorgehen, wenn er den Löwen festhalten
will, denn dem an sich toleranten Löwen passen die Seitensprünge
der Zwillinge nicht in das Bild, das er sich von sich selbst
macht. Doch die natürliche Begabung der Zwillinge, Mittel und
Wege für ein gutes Auskommen zu finden, sollte die beiden
zusammenhalten. Der Löwe wird von den Zwillingen angeregt,
bezaubert und manchmal zur Verzweiflung gebracht. Da er die
stärkere Persönlichkeit ist, wird er mühelos herrschen.
Verhältnis und Ehe gut. |
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Löwe und Krebs |
Der Löwe sucht
ein oberflächlicheres Verhältnis als der Krebs, der seelisch zu
sehr beteiligt ist. Der Krebs wünscht mehr als nur sexuelle
Leidenschaft; er ersehnt Stärke, Dauerhaftigkeit und die kleinen
Aufmerksamkeiten, in denen sich Liebe kundtut. Das vermag der
Löwe alles zu geben, wenn ihm der Krebs seine ganze Liebe und
uneingeschränkte Verehrung entgegenbringt. Dann, nur dann sind
ihnen die Sterne günstig. |
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Löwe und Löwe |
Im Schlafzimmer
und überall denkt der Löwe in erster Linie an sich selbst. Die
Frage ist: Können zwei «Ich» ein «Wir» ergeben? Nun ja, Könige
und Königinnen sprechen von sich selbst im Plural - warum also
nicht? In sexueller Hinsicht passen sie gut zueinander. Jeder
muss den andern glänzen lassen und, wenn nötig, das
Scheinwerferlicht mit ihm teilen. Das ist natürlich nicht immer
möglich, aber wenn es klappt, dann heißt es: Lang lebe der
König! Lang lebe die Königin! |
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Löwe und Jungfrau |
Der Löwe
reagiert sexuell stärker als die Jungfrau, und das bedeutet
Arger im Schlafzimmer. Der Überschwang des Löwen kann der
konservativen, vernünftigen Jungfrau auf die Nerven gehen. Zudem
mag die Jungfrau nicht beherrscht werden, der Löwe aber will
genau das und nur das. Wenn die Jungfrau mit Kritik anfängt,
beginnt der Löwe zu brüllen. Ein längeres Verhältnis oder eine
Ehe? Lieber nicht. |
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Löwe und Waage |
Der Löwe hat
eine körperlichere und direktere Einstellung zum Sex als die
Waage. Aber beide werden sich gut vertragen, denn die Waage kann
bei richtiger Behandlung recht leidenschaftlich sein. Die
unbekümmerte Waage darf aber niemals unterlassen, die Leistungen
des Löwen gebührend zu bewundern und muss ihre Neigung zu allzu
großer Aufrichtigkeit unterdrücken. Der Löwe muss sein
Temperament zügeln. Im übrigen eine sehr gute Verbindung. |
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Löwe und Skorpion |
Blendendes
Feuerwerk und sprühende Funken im Schlafzimmer. Dadurch können
andere Schwierigkeiten kompensiert werden. Die zornige
Eifersucht des Skorpions beleidigt den Löwen. Der Skorpion
versagt ihm die Achtung und Bewunderung, die der Löwe braucht.
Der Skorpion wird versuchen, ihn zu besitzen - und das erträgt
der Löwe nicht. Beide möchten herrschen. Ein Verhältnis kann
aufregend sein. Die Ehe sollte vermieden werden. |
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Löwe und Schütze |
Beide haben
einen ausgeprägten Sinn für die Liebe als Abenteuer. Beide sind
extrovertiert, leidenschaftlich und folgen ihren sexuellen
Neigungen, ohne beim andern Befremden hervorzurufen. Beide tun
es gerne und oft. Der Schütze regt den Löwen an und beflügelt
ihn, und der Löwe weckt beim Schützen die Treue, deren er
überhaupt fähig ist. Ein Verhältnis mit viel Spaß und eine
garantiert glückliche Ehe. |
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Löwe und Steinbock |
Die nüchterne
Einstellung des Steinbocks legt dem überschwänglichen,
optimistischen Löwen Zügel an. Zwischen den beiden besteht
grundsätzlich Verschiedenheit. Bei dieser Beziehung wird der
Glanz des Löwen gedämpft und sogar ausgelöscht. Der Steinbock
ist nicht so romantisch und liebevoll wie der Löwe, und er kann
zu anspruchsvoll sein. Die Extravaganz des Löwen ergrimmt den
Steinbock. Eine Liebelei mag angehen, eine gute Ehe ist kaum
denkbar. |
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Löwe und Wassermann |
Der Wassermann
entzündet die sexuelle Individualität des Löwen und macht die
Vereinigung aufregend. Aber die Neigung des Wassermanns, zu
analysieren und bloßzulegen, irritiert den Löwen und verärgert
ihn. Sie erschüttert sein Vertrauen in seine Überlegenheit.
Außerdem geht ihm das unorthodoxe Verhalten des Wassermanns im
Schlafzimmer auf die Nerven. Flüchtige Sexpartner, aber ein
unmögliches Ehepaar. |
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Löwe und Fische |
Der
demonstrative, überschwängliche Löwe geht den scheuen,
introvertierten Fischen gegen den Strich. Der Löwe zeigt
keinerlei Verlangen, das Geheimnis der Fische im Schlafzimmer zu
ergründen. Beide sind eher darauf aus, zu empfangen als zu
geben. Die anfängliche magnetische Anziehung führt schließlich
zu einer Explosion. Das Zeichen der Fische ist schwächer, und
der Mangel an Ehrgeiz stört den Löwen. Wenn die Fische
schmollen, verbietet der Stolz es dem Löwen, Mitgefühl zu
zeigen. Ein schwieriges Liebesverhältnis, eine sehr unglückliche
Ehe. |
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