Krebs
21. Juni - 22. Juli
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Die Krebsfrau
Man braucht einen Kompass, wenn
man durch die Seelenlandschaft dieser Dame reisen will. Hat man
nicht den richtigen, verirrt man sich und vermag nicht zu bestimmen,
wo man mit ihr dran ist.
Im Zweifelsfall erinnere man sich
der folgenden Regel: Sie ist abhängig von der Unterstützung ihrer
Nächsten, aber zu scheu, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Und
sie erträgt keine Kritik, vor allem nicht, wenn sie dabei lächerlich
gemacht wird. Nichts verletzt sie mehr, nichts findet sie grausamer
und ungerechter. Die schmerzliche Erinnerung daran bleibt haften,
bis sich ihr eine Möglichkeit bietet, Rache zu üben.
Sie hat überhaupt ein Gedächtnis,
als ob die Erinnerungen in eine Stahlplatte graviert wären. Sie sind
kaum auszulöschen. Sie verblüfft immer wieder mit der genauen
Wiedergabe einmal gesprochener Worte und kann ganze Unterhaltungen
wiederholen.
Das liegt nicht zuletzt daran,
dass die Krebsfrau die Vergangenheit hegt. Am liebsten würde sie
darin weiterleben, und wenn sie zum Okkulten neigt, glaubt sie an
ein früheres Leben. Sie liest gern historische Bücher und richtet
ihre Wohnung vorzugsweise mit Antiquitäten ein. Sie liebt
Ahnenbilder, die ihrem Sinn für Kontinuität entsprechen. Das Leben
bedeutet für sie nicht nur das Hier und das Jetzt.
Sie ist häuslich und verwendet
viele genussreiche Stunden darauf, ihr Heim nach ihrem Geschmack
einzurichten. Ihr Sinn fürs Dekorative ist manchmal ein wenig
altmodisch, jedoch nie kitschig. Ihre Küche ist so warm und
einladend wie auf einem alten niederländischen Gemälde. Das eigene
Heim ist wirklich ihr Reich.
Niemand verlässt ihr Haus hungrig.
Sie kocht vorzüglich. Ihr Kühlschrank ist bis obenhin gefüllt mit
Vorräten und guten Dingen. Das gehört zu ihrem übermächtigen
Verlangen nach Sicherheit. Sie muss einfach wissen, woher ihr
nächstes Mahl kommt - und ihr nächstes Monatsgeld. Sie weiß, dass
Geld zählt.
Sie ist nicht geizig, aber sie
legt Geld auf die Seite, um gegen schlechte Zeiten gefeit zu sein.
Sie trennt sich vom Geld nur gern, um es als Balsam für eine
seelische Wunde zu benützen. Ein seelisches Trauma kann durch eine
Einkaufsorgie geheilt werden, aber selbst dann neigt sie dazu, das
Geld wertbeständig anzulegen, etwa in Brillanten.
Sie klatscht nicht. Man kann ihr
unbesorgt ein Geheimnis anvertrauen, sie wird es nicht weiter
tragen.
Wenn es sich um Bekenntnisse handelt, ist sie buchstäblich
verschwiegen wie ein Grab. Andererseits ist sie eine wunderbare
Erzählerin. Es ist ein Vergnügen, ihr zuzuhören, wenn sie
Geschichten und Anekdoten erzählt, meistens aus der eigenen
Vergangenheit oder von ihrer Familie. Sie hält ihre Zuhörer in Bann,
indem sie den Ton leicht ändert, fein nuanciert und Wortbilder
anwendet, die einem Dichter Ehre machen würden. Witze kann sie
allerdings nicht erzählen. Denn wenn sie etwas komisch findet, kann
sie sich vor Lachen kaum mehr beherrschen. Sie brüllt dann geradezu
vor Lachen. Und dieses Lachen ist nicht ihre beste Eigenschaft. Es
ist albern, beinahe hysterisch.
Sie ist ihren Freunden treu, auch
dem Mann, mit dem sie sich verbindet. Manchmal hat ihre Treue etwas
Klettenhaftes. Dafür erwartet sie auch vom andern ständig
Liebesbeweise. Sie muss umsorgt und gelobt, möchte umschwärmt und
angebetet werden. Sie muss mit zarter Behutsamkeit und geduldiger
Rücksichtnahme behandelt werden, denn vor einem draufgängerischen
Mann weicht sie zurück.
Es fällt ihr schwer, sich in
Liebe hinzugeben, obwohl sie auf Männer wegen ihrer Bescheidenheit,
Heiterkeit und ihres echten Mitgefühls sehr anziehend wirkt. Sie ist
das scheue, liebliche Mädchen in weißem Organdy, dessen Bild jeder
Mann in einem Geheimfach seiner Seele mit sich herumträgt. Wenn man
sie erobern will, darf man Rosen, Kerzenlicht, Champagner und
Liebesgedichte nicht missachten. Es wird keine schnelle Eroberung
sein. Ja, es wird sich wahrscheinlich um alles oder nichts handeln,
um leben oder sterben, um Heirat oder Trennung für immer. Die
Entscheidung sollte der Mann sorgsam abwägen. Verliert er sie, so
wird ihn die Erinnerung nie mehr loslassen.
Zwei Dinge muss diese Frau, deren
Sonnenzeichen vom Mond beherrscht wird, im Verein haben - Liebe und
Geborgenheit. Sie sucht jene Liebe, die über den Sex hinausgeht, und
das bedeutet Heim, Kinder, eine stabile Beziehung. Sie lässt den Mann
nicht in ihr Schlafzimmer, bevor sie seiner langfristigen Absichten
sicher ist.
Wenn sie wahre Liebe findet, tut
sie alles für den Mann, und sie ist durchaus fähig, die
befriedigendste Sexpartnerin aller Tierkreiszeichen zu werden! Ihre
Aufrichtigkeit in der Liebe macht sie zur schlechtesten aller
Kandidatinnen sobald es um bezahlte Gunst geht, sei es als
Prostituierte, Call-Girl oder einer Heirat aus Vernunftgründen. Sie
ist außerstande, sexuelle Reaktionen vorzutäuschen.
Unter den richtigen Umständen
kann sie jedoch eine gute Geliebte sein, vorausgesetzt sie weiß,
dass
der Mann sie aus bestimmten Gründen nicht heiraten kann oder ehrlich
über zeugt ist, der Trauschein sei nicht wichtig. Wenn sie sich
einem Mann hingibt, bleibt sie ihm auch treu. Jeder Mann, der sie
als Geliebte gewinnt, ist gut beraten, wenn er sie zu seiner Frau
macht - nur um sicherzugehen, dass er diesen Schatz nicht verliert.
Nicht etwa, dass er sich deswegen
Sorgen zu machen brauchte. Sie ist der Prototyp des Weibes, das zu
seinem Mann steht. Sie steht auch dann zu ihm, wenn er Alkoholiker,
Schürzenjäger oder ein Ekel ist. Manche Männer beklagen sich, diese
alles verzeihende Liebe könne auf die Nerven gehen, und Psychologen
erklären sie mit der unbewussten Angst, unwürdig zu sein und deshalb
in der Liebe nichts fordern zu dürfen. Was auch der Grund sein mag,
Krebsfrauen werden von den Männern oft schlecht behandelt.
Das Sexleben der Krebsfrau
Sie nimmt Signale zwar sehr
schnell wahr, wird aber nie den ersten Schritt tun. Dazu ist sie zu
scheu; außerdem befürchtet sie, dass sie auf Kritik stört, wenn sie
sich allzu weit aus ihrer Schale hinauswagt. Sie muss auf subtile
Weise ermutigt werden, bis ihre erotische Phantasie von Hemmungen
frei ist. Ihr muss gezeigt werden, dass sie sich in der Liebe von
ihren Gefühlen hinreißen lassen darf, dass ihre Reaktionen die Lust
des Mannes erhöhen, und dass sie sich ihrer Libido nicht zu schämen
braucht.
Ihr sensibles Wesen wird durch
die Einstellung des Partners stark beeinflusst. Ist er
verständnisvoll, mitfühlend, zart, rücksichtsvoll, wird sie sich
entfalten wie eine Blume unter den wärmenden Sonnenstrahlen. Ein
barsches Wort, eine falsche Bewegung oder eine grobe Bemerkung
bewirkt, dass sie sich sofort zurückzieht. Die Schale ihres
Selbstvertrauens ist sehr zerbrechlich.
Sie kann eine wundervolle
Geliebte sein, denn sie ist intensivster Sinnlichkeit fähig. Die
Freude, die sie fühlt, wenn sie sich von früheren Hemmungen befreit
hat, wird jeden Mann beglücken. Sie wird seine Leidenschaft so
beantworten, dass es ihn nicht nur ans Herz rührt, sondern auch seine
Potenz stärkt. Sie kann sogar zur Sklavin der sexuellen Wollust
werden, wenn sie sie erst einmal kennen gelernt hat.
Der Mann sollte im Anfang an ihre
mütterliche und sentimentale Seite appellieren, denn das wird die
sexuelle Bindung erhöhen und vertiefen. Aber er darf nie vergessen,
dass bei der Krebsfrau auch Zeit und Gelegenheit stimmen müssen. Man
erwarte von ihr nicht, mit dem Rücksitz im Auto vorlieb zu nehmen.
Sie muss glauben, dass es sich wirklich um Liebe handelt, und der Ort
muss so beschaffen sein, dass sie sich wohlfühlt.
Im Zweifelsfalle ist das ihr
eigenes Zuhause, da fühlt sie sich sicher. In der Wohnung des Mannes
funktioniert es nur, wenn sie schon oft genug dort war, um sich
nicht mehr als Fremde vorzukommen. Wenn der große Augenblick
gekommen ist, wird sie ihn wahrscheinlich zu sich einladen, zu
herrlichem Essen bei Kerzenschein und guter Musik. Aber man halte
sich zurück und lasse den Draufgänger zu Hause, sonst gelangt man
niemals vom Esszimmer zum Schlafzimmer.
Wenn sie sich zum ersten Mal
auszieht, möchte sie hören, wie schön sie ist. Krebsfrauen lechzen
nach Bewunderung. Ein Kompliment ist für sie ebenso wichtig wie das
Vorspiel, und wie bereits gesagt, darf man sie nicht hetzen. Hat sie
ihre Hemmungen einmal abgestreift, liebkost sie gern die Genitalien
des Mannes und bedeckt die Innenseite seiner Schenkel mit Küssen und
Liebesbissen.
Eine andere Umgebung, die ihr
zusagt, ist der Strand bei Mondenschein. Unter den Strahlen des
Mondes, beim Lied der Wellen kann sie die letzten Hemmungen
abschütteln und eine Seite ihrer Natur enthüllen, die man ihr nie
zugetraut hätte - sie wird ein herrliches wildes Weib.
Ihre Berührung ist leicht und
behutsam wie ein fallendes Blatt. Sie streichelt gern und lässt sich
ebenso gern streicheln. Sie spricht auf Gerüche an, besonders auf
Bade- und Körperöle. Sie liebt es, wenn der Mann sie von hinten
nimmt. Das entspricht ihrer angeborenen bescheidenen Demut, und sie
braucht keine Angst zu haben, beim Orgasmus beobachtet zu werden.
Die Krebsfrau hängt stark von
ihren Stimmungen ab, und wenn sie keine Lust auf konventionellen Sex
hat, kann sie recht erfinderisch werden. In der Regel aber ist sie
nicht von extremer sexueller Abwechslung abhängig. Wenn dem aber so
ist, äußert sich das wahrscheinlich als Facette ihres stark
ausgeprägten Mutterinstinkts. Sie kann sich beispielsweise der
Knabenliebe hingeben oder sich einem Bruder zuwenden. Neigungen zu
Inzest sind bei Krebsfrauen nicht selten.
Da viele Krebsfrauen das Vorgehen
der Männer allzu grob finden, fühlen sie sich auch häufig zum
eigenen Geschlecht hingezogen. In einer lesbischen Verbindung
spielen sie die weibliche Rolle. Ebenso häufig wirkt sich die
Reaktion auf die "Grobheit" der Männer dahin aus, dass manche
Krebsfrauen sich lieber selbst befriedigen. Dabei lassen sie ihrer
Phantasie dann freien Lauf.
Der Krebsmann
Man kann in ihm nicht wie in
einem offenen Buch lesen, denn er zeigt Fremden eine undurchsichtige
Seite. Er trägt sich sogar mit Geheimnissen, die er nie enthüllt,
nicht einmal dem engsten Freund.
Er ist ruhelos, neigt zum Brüten,
ist ein Idealist und ein sehr sentimentaler Träumer. Da er vom
zunehmenden und abnehmenden Mond beherrscht wird, erlebt er
gefühlsmäßig wunderbare Höhen und abgründige Tiefen, und er hat die
Fähigkeit, andere Menschen in die eine oder andere Richtung
mitzuziehen. Bei der ersten Begegnung erscheint er vielleicht
aufgeräumt und zum Flirten geneigt, aber das ist nur eine seiner
Stimmungen. Bei der nächsten kann er finster und unfreundlich sein.
Man weiß nie so recht, woran man bei ihm ist. Selbst wenn man ihn
näher kennt, wird man durch seine wechselnden Stimmungen verwirrt.
Vielleicht flammt er plötzlich jähzornig auf. Doch wenn man nicht
darauf eingeht, entschuldigt er sich zerknirscht.
Er mag an die Frauenbefreiung
glauben, aber seine Natur zwingt ihn, sich dem "schwachen
Geschlecht" gegenüber als Beschützer zu fühlen. Er ist höflich und
galant, ein Charmeur der alten Schule.
Er liebt die Gesellschaft schöner
Frauen, besonders wenn sie geistreiche Gesprächspartnerinnen sind.
Wer nicht? fragt man da, aber der Unterschied besteht darin, dass
auch der Krebsmann auf solche Frauen sehr anziehend wirkt. Doch wenn
er sie umworben und erobert hat, wird er bald possessiv. Die
Geliebte wird es schwer haben, seinen Erwartungen zu entsprechen,
denn er erwartet viel zuviel. Die Lage wird dadurch erschwert, dass
der Krebsmann dazu neigt, zu schmollen und sich in seine Schale
zurückzuziehen, wenn er enttäuscht ist, anstatt offen zu sagen, was
ihm nicht passt.
Er genießt Speis und Trank, aber
man glaube ja nicht, dass er sich dem Anlass entsprechend anzieht. Um
Kleidung kümmert er sich nicht. Er trägt immer noch seinen alten
Pullover und die Tennishosen aus seiner Studentenzeit, die ihm um
den Bauch herum etwas eng geworden sind. Der Krebsmann hat nichts
von einem Pfau.
Er unterhält sich gern und ist
oft recht beredsam. Mit Worten kann er andere dazu bringen, ihm
überallhin zu folgen und alles zu tun, was er verlangt. Bei
Diskussionen kommt ihm sein unglaublich gutes Gedächtnis zustatten.
Er hegt feste Ansichten, und alles geht gut, solange man ihm nicht
widerspricht. Ist man anderer Meinung, so lässt er nicht locker, bis
er den Gegner überzeugt hat. Wenn er an seinen Sieg nicht so recht
glaubt, nimmt er die Diskussion bei nächster Gelegenheit wieder auf
und bombardiert den andern mit weiteren Argumenten. Die Debatte
endet erst, wenn man klein beigibt, sei es auch nur um des lieben
Friedens willen.
Er kann aber ebenso gut zuhören.
Dann ist er ganz Ohr. Er fühlt zutiefst mit und ist stets bereit,
dem andern bei der Lösung eines Problems zu helfen. Sein scharfer,
analytischer Verstand entwirrt den verwickeltsten Knoten. Er
versteht sich auf Geldfragen. Schneller als eine Eidechse die Fliege
erspäht er eine Gelegenheit zum Geldverdienen. Aber er interessiert
sich nur für die konservative, konventionelle Methode. Auf ein
Risiko lässt er sich nicht ein.
Er ist empfindsam, unsicher und
sentimental, trennt sich, ungern von alten Freunden, alten
Gewohnheiten oder einem Ort, der ihm zur vertrauten Umgebung
geworden ist. Eine Freundschaft hält bei ihm das ganze Leben lang.
Er kommt sogar gern mit seinen ehemaligen Schulkameraden zusammen,
auch wenn er mit ihnen nichts mehr gemeinsam hat. Er scheut und
fürchtet Veränderungen in seinem Lebensstil. Er hängt an
Erinnerungen, stellt überall in der Wohnung Familienbilder auf und
bewahrt Andenken. Er grübelt über vergangene Zeiten und klammert
sich hartnäckig an die Vergangenheit.
Er braucht ständig die
Bestätigung, dass man ihn liebt. Man suche bei diesem Mann keine
leichte Episode. Dazu nimmt er die Liebe viel zu ernst. Er verlangt
von der Geliebten geistige und körperliche Anregung in ungefähr
gleichem Maße. Da er selbst unbedingt treu ist, verlangt auch
unbedingte Treue. Er glaubt an die immerwährende Liebe von jener
Art, die alle Stürme übersteht und nicht zu erschüttern ist. Das ist
sein Rezept für den Seelenfrieden.
Er ist kein Springinsfeld. Heim
und Herd bieten ihm die größten Freuden. Er findet, dass die
Verträglichkeit im Heim beginnt und die Zufriedenheit im eigenen
Garten wächst. Aber er neigt zu einer Selbstgefälligkeit, die an
Überheblichkeit grenzt und ihn nur den Splitter im Auge des andern
sehen lässt, nicht aber den Balken im eigenen.
Der Krebsmann sucht eine
langwährende oder dauernde Beziehung zu einer Frau. Wenn es doch zum
Bruch kommt, kann er bald eine neue Liebe finden, denn er hat die
Fähigkeit, sich schnell anzuschließen. Wer aber sein Herz wirklich
gewonnen hat, wird nie vergessen werden, was auch geschehen mag.
Er ist ein kompliziertes Wesen,
dessen wechselnde Stimmungen das Leben mit ihm alles andere als
leicht machen auch alles andere als langweilig. Seine beharrliche
Zielstrebigkeit ist ein gutes Omen für Erfolg, sein
Einfühlungsvermögen und seine Intelligenz prädestinieren ihn zu
führenden Rollen in Politik, Literatur und Geschäftsleben. In
Vollmondnächten nehme man sich vor ihm in acht.
Das Sexleben des Krebsmannes
Er braucht fortwährend
Ermutigung. Wird sie ihm zuteil, so ist er ein wunderbarer
Liebhaber. Er spielt gern die Rolle des Lehrmeisters, und eine Frau
handelt klug, wenn sie ihn glauben lässt, er weihe sie in die wahren
Geheimnisse des Liebeslebens ein. Er wird sie Schritt für Schritt
einführen, ihr erklären, was und warum er es tut, und was sie tun
soll. Man unterbreche ihn bloß nicht mit der Bemerkung, das alles
schon zu kennen und praktiziert zu haben; er würde sich sofort in
seinen Panzer zurückziehen und vielleicht nur noch von all den
wundervollen Dingen träumen, die gemeinsam hätten erlebt werden
können.
Er ist sowohl geduldig als auch
draufgängerisch, und es dürfte nicht leicht sein, eine solche
Kombination nochmals zu finden. Vom ersten geflüsterten Vorschlag an
weiß er genau, wohin er strebt, auch wenn er einen Umweg einschlägt.
Man lasse sich von ihm führen - der Ausflug lohnt sich. Eine Reise
ist ja oft ebenso schön wie die Ankunft.
Zu Beginn einer Liebesbeziehung
muss alles Derbe und Vulgäre vermieden werden. Er möchte seine
Partnerin idealisieren, und jegliches Aus-der-Rolle-Fallen - mag es
auch im Moment erregend wirken - untergräbt die Aussicht auf eine
langdauernde sexuelle Beziehung. Mit der Zeit wird er realistischer
und akzeptiert Dinge, die seine konventionelle Natur zuerst
schockieren. Aber vor einer plötzlichen Rückkehr zu seiner
angeborenen Überempfindlichkeit muss man stets auf der Hut sein. Wenn
er gefühllos behandelt wird, flüchtet er sich in sein Schneckenhaus.
Beim Vorspiel geht er ungezwungen
und sicher vor, denn es liegt ihm ebenso sehr daran, die Frau
glücklich zu machen, wie sein eigenes Bedürfnis zu befriedigen. Im
Gegensatz zu den Männern, die meinen, sexuelle Verachtung im Bett
sei ein Beweis von Männlichkeit, hat der Krebsmann die überaus
wichtige Einfühlsamkeit in Stimmungen, die den wahren Liebeskünstler
kennzeichnet.
Er beginnt den Liebesakt gern an
einem anderen Ort als im Bett. Vielleicht legt er seine Gespielin
behutsam auf einen Tisch und geht allmählich vom manuellen Vorspiel
zum subtilen Peniskontakt über. Während die Geliebte den Augenblick
der Erfüllung herbeisehnt, nimmt er sie plötzlich in die Arme und
trägt sie zum Bett.
Er ist ein Experte im Spiel mit
der Klitoris. Für diese Technik beim Vorspiel hat er eine besondere
Begabung. Er benutzt lieber die Finger als die Zunge, aber seine
Fingerspitzen sind geradezu magisch sensibel.
Zu seinen bevorzugten Techniken
gehört es, den Penis zwischen den Brüsten seiner Partnerin zu reiben
und zwar so nahe an ihrem Mund, dass sie mit der Zunge über die
Penisspitze fahren kann. Die Kombination von Brüsten und Zunge
steigert seine Lust - und die seiner Partnerin.
Sein außergewöhnliches Gedächtnis
kommt dem Krebsmann auch in der Liebe zugute. Er erinnert sich an
alles, womit er eine Frau jemals zur Leidenschaft angestachelt hat.
Er genießt die Befriedigung zu wissen, dass er sie zu beglücken
vermag. Er rettet alle seine Jugenderfahrungen ins Erwachsenendasein
hinüber und verfeinert sie dann phantasievoll.
Er liebt Reizwäsche. Wenn er
homosexuell veranlagt ist, zieht er sich gern selbst wie eine Frau
an, und seine schauspielerischen Talente und die Fähigkeit, die
Reaktion anderer Menschen blitzschnell einzuschätzen, lassen ihn
seine Rolle perfekt spielen. Homosexuelle, die im Zeichen des
Krebses geboren sind, machen die größten Anstrengungen, sich auch
physisch in Frauen zu verwandeln und unterziehen sich dafür sogar
chirurgischen Eingriffen.
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Krebs und Partner |
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Krebs und Widder |
Der Widder ist
ein etwas abenteuerlustiger Liebhaber für den Krebs, der zum
Konventionellen neigt. Eine starke sexuelle Anziehung existiert
jedoch anfänglich. Mit der Zeit fordert der Widder die
trauerbeladene Eifersucht des Krebses heraus, der durch die
scharfe Zunge des Widders allzu leicht verletzt wird. Der Widder
seinerseits fühlt sich durch die Beschlagnahme des Krebses
belastet. Ein schwieriges Verhältnis; eine Ehe steuert dem
Schiffbruch zu. |
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Krebs und Stier |
Der Krebs
bringt zu dieser Vereinigung Sensibilität und Phantasie mit.
Beide sind leidenschaftlich und brauchen zur Zufriedenheit keine
äußerlichen Interessen. Der Stier vermag die schwankenden
Stimmungen des Krebses zu verstehen und wird ihm in Zwangslagen
helfen. Wenn der Stier aufmerksam ist, wird der Krebs auf
gleiche Weise reagieren. Gegenseitige Rücksichtnahme auf die
Bedürfnisse des andern verheißt nicht nur ein schönes
Verhältnis, sondern auch eine gute Ehe. |
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Krebs und Zwillinge |
Die innere
Unsicherheit des Krebses wird durch den unbeständigen,
gefallsüchtigen, Zerstreuung liebenden Zwillings-Geborene
verschlimmert. Die ziellose sexuelle Energie der Zwillinge
bringt dem Krebs Probleme und lässt Schwierigkeiten und
Frustration entstehen. Der Krebs wird ziemlich eifersüchtig sein
und den Tatendrang der Zwillinge beschneiden wollen, was sie ihm
übel nehmen. Eine höchst emotionelle Affäre; eine länger dauernde
Beziehung wird wegen der grundlegenden Charakterunterschiede in
die Brüche gehen. |
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Krebs und Krebs |
Sie sind
einander zu ähnlich, um miteinander glücklich zu sein. Auf
beiden Seiten herrscht Übersensibilität, die Gefühlsprobleme
entstehen lässt. Beide wollen auf sexuellem Gebiet führen, was
Vorwürfe und Streitigkeiten hervorruft. Doch da sie sich
körperlich zueinander hingezogen fühlen, kann eine Beziehung
anfangs recht sinnlich sein. Aber eine Ehe würde doch mehr
gegenseitiges Mitfühlen und Verstehen erfordern, um Bestand zu
haben. |
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Krebs und Löwe |
Der Löwe vermag
die wechselnden Stimmungen des Krebses zu stabilisieren. Er ist
in seinen Liebesbeweisen großzügig, und das verleiht dem
schwankenden Krebs Sicherheit. Andererseits fordert der Löwe ein
gut Teil Schmeichelei und Bewunderung - besonders für seine
sexuelle Potenz – und muss dominieren. Wenn der Krebs nachgibt
und dem Löwen gibt, was er braucht, kann diese Verbindung zu
einem leidenschaftlichen Verhältnis und einer geradezu
triumphalen Ehe führen. |
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Krebs und Jungfrau |
Das praktische,
angenehme Wesen der Jungfrau bildet eine, gesunde Basis für
diese Beziehung. Der Krebs ist gefühlsbetonter als die
zurückhaltende Jungfrau, aber sie können ein herzliches und
warmes Gefühl füreinander entwickeln. In sexueller Hinsicht
kommen sie ganz gut aus, wenn sie auch nicht den Himmel auf
Erden erleben. Das Problem besteht darin, dass beide scheu und in
sich gekehrt sind und sich bemühen müssen, Langeweile zu
vermeiden. Ein gutes Verhältnis und wahrscheinlich eine bequeme,
angenehme Ehe. |
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Krebs und Waage |
Der Waage fällt
es schwer, mit dem brütenden Charakter des Krebses zu
sympathisieren. Andererseits wird der Krebs durch die
Distanziertheit der Waage ängstlich und unsicher. An sich fühlt
sich die Waage durch die wechselnden Stimmungen des Krebses
sogar angezogen, möchte aber Unliebsamkeiten aus dem Wege gehen.
Wenn sich der liebebedürftige Krebs vor den Kopf gestoßen oder
gekränkt fühlt, kommt es zu Schwierigkeiten. Dann wird die Waage
etwas anderes zu suchen beginnen, und das Ende ist nahe. Ein
Verhältnis ist möglich, eine Ehe riskant. |
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Krebs und Skorpion |
Stärke,
Herrschsucht und Führernatur des Skorpions sind genau das, was
der Krebs sucht. In sexueller Hinsicht ist der Krebs sensibler,
der Skorpion leidenschaftlicher. Aber das Verlangen des Krebses,
gefällig zu sein, hilft größere Probleme auf diesem Gebiet
vermeiden. Die heftige Eifersucht des Skorpions wird nicht
geweckt, da der Krebs seinem Gefährten treu ist. Die Liebe wird
sich vertiefen und von einem schönen Verhältnis zu einer sehr
guten Ehe führen. |
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Krebs und Schütze |
Diese beiden
haben entgegengesetzte Ziele und völlig verschiedene Wünsche.
Der Schütze ist ein Stromer und lässt sich sexuell nicht fesseln.
Der Krebs braucht in der Liebe die Geborgenheit, die der Schütze
nicht zu geben vermag. Der Krebs lebt für die Zukunft, der
Schütze fürs Hier und Jetzt. Wenn sich der Schütze langweilt,
sehnt er sich nach neuen Horizonten, wodurch der Krebs verletzt
und erbittert wird. Trübe Aussichten für eine Verbindung, die
funktionieren soll. |
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Krebs und Steinbock |
Der Steinbock
kann nicht all die Liebe aufbringen, die der Krebs fordert, denn
er hat noch zu viele andere Interessen. Jedoch besteht zwischen
diesen beiden Zeichen eine starke sexuelle Anziehung. Sie werden
eine fesselnde Bettbeziehung haben, bis die Nüchternheit und
Zurückhaltung des Steinbocks vom Krebs als Zurückweisung
empfunden werden. Ein Verhältnis wird von Unstabilität
gekennzeichnet sein, und eine Ehe ist nicht sehr verheißungsvoll |
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Krebs und Wassermann |
Der
einzelgängerische Wassermann versetzt dem verletzbaren Ich des
Krebses allzu viele Wunden. Der Krebs ist überschwänglicher und
treuer als der abenteuerlustige Wassermann, der stets bereit
ist, Sirenenrufen zu folgen. Die seelischen Bedürfnisse des
Krebses werden nicht befriedigt, weil der Wassermann dazu neigt,
Gefühlsanforderungen aus dem Wege zu gehen. Die beiden können im
Schlafzimmer eine Zeitlang gut miteinander auskommen, aber im
Wohnzimmer geht die Partnerschaft in die Brüche. |
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Krebs und Fische |
In sexueller
Hinsicht passen beide gut zusammen. Beide sind sehr
liebebedürftig und einfühlsam, und jeder braucht und erhält
Bestätigung durch den andern. Der Krebs wird wahrscheinlich die
Führung übernehmen, denn die Fischegeborenen sind im Bett oft
übersubtil und exzentrisch. Zerwürfnisse werden nie lange
dauern, die Versöhnung findet bald im Schlafzimmer statt. Ein
gut zusammenpassendes Paar, das wundervolle Tage - und Nächte -
erleben kann, sowohl in einer kurzen, wie in einer
langandauernden Beziehung. |
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