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OSTERWÜNSCHE
des Bürgermeisters

Allen
Mitbürgern unserer Gemeinde und allen Gästen möchte ich auf diesem
Wege ein frohes und ruhiges Osterfest wünschen.
Der diesjährige frühe
Termin dieses Festes mit den unfreundlichen Wettererscheinungen darf
uns aber nicht missmutig stimmen und die Festesfreude nehmen. Dazu
erinnere ich mich an ein Gedicht , das mir noch aus meiner Schulzeit
im Gedächtnis geblieben ist und das Sie vielleicht auch noch kennen.
Es strahlt so viel Hoffnung auf neues Leben aus, dass ich es Ihnen
nicht vorenthalten will.
Es muss
doch Frühling werden
Emmanuel Geibel 1815-1884
Und dräut der Winter noch so sehr
Mit trotzigen Gebärden,
Und streut er Eis und Schnee umher,
Es muß doch Frühling werden.
Und drängen Nebel noch so dicht
Sich vor den Blick der Sonne,
Sie wecket doch mit ihrem Licht
Einmal die Welt zur Wonne.
Blast nur ihr Stürme, blast mit Macht,
Mir soll darob nicht bangen,
Auf leisen Sohlen über Nacht,
Kommt doch der Lenz gegangen.
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Da wacht die Erde grünend auf,
Weiß nicht, wie ihr geschehen,
Und lacht in den sonnigen Himmel hinauf,
Und möcht vor Lust vergehen.
Sie flicht sich blühende Kränze ins Haar
Und schmückt sich mit Rosen und Ähren,
Und läßt die Brünnlein rieseln klar,
Als wären es Freudenzähren!
Drum still, und wie es frieren mag,
O Herz, gib dich zufrieden,
Es ist ein großer Maientag
Der ganzen Welt beschieden.
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Und wenn
dir oft auch bangt und graut,
Als sei die Höll' auf Erden:
Nur unverzagt auf Gott gebaut,
Es muß doch Frühling werden. |
Mit diesen
zuversichtlichen Dichterworten grüße ich Sie alle!
Ihr Bürgermeister
Roman Tiefenbacher
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